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"Abstoßend": Deutsche Bundesregierung verurteilt Vorfälle von Heidenau

Nach den Vorfällen im sächsischen Heidenau hat die Bundesregierung scharf reagiert. Der Regierungssprecher nannte die Geschehnisse abstoßend und

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"Abstoßend": Deutsche Bundesregierung verurteilt Vorfälle von Heidenau

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Nach den Vorfällen im sächsischen Heidenau hat die Bundesregierung scharf reagiert.

Meinung

Das sind Leute, die haben mit Deutschland nichts zu tun.

Der Regierungssprecher nannte die Geschehnisse abstoßend und sprach von einer dumpfen Hassbotschaft.

Er sagte auch, es sei “beschämend, wie Bürger, sogar Familien mit Kindern, durch ihr Mitlaufen diesen Spuk unterstützen.”

In der Kleinstadt bei Dresden waren in den letzten Tagen Rechtsradikale gegen das dortige Flüchtlingsheim aufmarschiert.

Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, zusätzlich dann auch noch mit linksgerichteten Demonstranten.

Die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag hat ein Video von den Ausschreitungen gesichert, dass offenbar einer der Rechten selber für einige Zeit ins Internet gestellt hatte.

Heute kam nun der Vizekanzler nach Heidenau und fand für die Rechten klare Worte.

“Das sind Leute, die haben mit Deutschland nichts zu tun”, sagte Sigmar Gabriel.
“Das ist nicht das Deutschland, das wir in diesem Land haben wollen.”

“Die halten sich aber für die Vertreter des wahren Deutschlands”, so der SPD-Vorsitzende weiter. “In Wahrheit sind es die undeutschesten Typen, die ich mir vorstellen kann.”

Bei einem weiteren Vorfall brannte in Weissach in Baden-Württemberg ein leerstehendes Haus aus, das eine Flüchtlingsunterkunft werden sollte.

Die Brandursache ist bisher aber nicht geklärt; das Haus wird nun abgerissen.

Der SWR berichtet, gegen das dasselbe Haus sei 2005 schon ein Brandanschlag verübt worden.

Damals diente das Gebäude bereits einmal als Unterkunft für Flüchtlinge.

Damals hielten sich dort elf Menschen auf. Der Brandsatz verlosch aber von alleine, niemand kam zu Schaden.

Der Täter, ein siebzehnjähriger Rechtsradikaler, wurde zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilte.