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Belgien und Frankreich verschärfen Sicherheitsmaßnahmen bei Zugreisen

Nach der Attacke in einem Thalys-Hochgeschwindigkeitszug in der vergangenen Woche haben die französischen und die belgische Behörden die

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Belgien und Frankreich verschärfen Sicherheitsmaßnahmen bei Zugreisen

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Nach der Attacke in einem Thalys-Hochgeschwindigkeitszug in der vergangenen Woche haben die französischen und die belgische Behörden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Belgien erwägt Überprüfungen, wie sie beim Eurostar stattfinden, der zwischen dem europäischen Festland und London verkehrt.

“In internationalen Zügen könnten Stichproben gemacht werden”, so eine Sprecherin der belgischen Eisenbahn. “Das könnte Zeit in Anspruch nehmen. Reisende sollten damit rechnen, dass es länger dauert, einen Zug zu besteigen, wenn eine Gepäckkontrolle stattfindet.”

Passagiere, die mit internationalen Zügen wie mit dem Thalys, dem französischen TGV oder dem ICE reisen, sollten sich mit Geduld wappnen. “Bei einer Flugreise nehmen wir viel mehr hin”, meint ein Reisender. “Ich sehe nicht ein, warum das nicht auch für Zugreisen gelten sollte.”

“Zur Zeit finden bei internationalen Zugreisen auf dem europäischen Festland weder Gepäck- noch Identitätskontrollen statt”, erläutert unser Korrespondent Loic Verheyen. “Eine Ausnahme bilden nur Reisen nach Großbritannien, das nicht zum sogenannten Schengen-Raum gehört. Bevor man in den Eurostar steigt, muss sich jeder Reisende einer Sicherheitskontrolle unterziehen.”

Zum Schengen-Raum, in dem es keine Grenzkontrollen gibt, zählen heute 26 der 28-Mitgliedsstaaten der EU. “Polizeikontrollen sind keine Grenzkontrollen”, so ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. “Polizeikontrollen dürfen nicht systematisch durchgeführt werden.”

Die belgische Transportministerin Jacqueline Galant versichert, dass der freie Personenverkehr keinesfalls behindert werden soll: “Ist die öffentliche, die nationale Sicherheit gefährdet, können vorübergehende Vorkehrungen getroffen werden, eine Kontrolle der Ausweise beispielsweise.” Die Innen- und die Transportminister Belgiens, Deutschlands und Frankreichs wollen in den nächsten Tagen über eine engere Zusammenarbeit ihrer Sicherheitsbehörden beraten.