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Marokko trotzt der Wüstenbildung

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Marokko trotzt der Wüstenbildung

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Das raue Klima und wenig Niederschläge lassen im Südosten Marokkos nicht viel wachsen. Laut lokalen Behördenangaben sind 80 Prozent des Landes

Das raue Klima und wenig Niederschläge lassen im Südosten Marokkos nicht viel wachsen. Laut lokalen Behördenangaben sind 80 Prozent des Landes anfällig für Wüstenbildung.

Meinung

Wir brauchen ein wenig Unterstützung, um uns selbst zu helfen.

Besonders deutlich sieht man die Folgen des Klimawandels in Orten wie Tanzida, wo verdorrte Palmen Teil einer Oase sind. Aber Regen ist nicht immer willkommen.

“Wenn es regnet, sind das oft stürmische Regenfälle ohne Nutzen für die Oase. Das führt zu Bodenerosionen. In der Vergangenheit, vor 30 oder 40 Jahren, war der Hajjaj-Fluß zehn Meter breit, aber heute kann er in einigen Bereichen eine Breite von 500 Metern erreichen”, so Jamal Yacoubi.

Wasserknappheit und Wanderdünen sind die größten Herausforderungen für die Bevölkerung. Die Flussläufe werden jedes Jahr breiter, viele Brücken sind durch Überschwemmungen zerstört. Manche Dörfer sind oft wochenlang isoliert. Ein Gemeinderatsmitglied des Dorfes Souk Llakmis Dades klagt: “Niemand hilft uns. Wie Sie sehen, führt der Fluss kein Wasser und beginnt auszutrocknen. Woher sollen wir Wasser bekommen? Wir brauchen ein wenig Unterstützung, um uns selbst zu helfen.”

Mit der Hilfe von internationalen Partnern hat Marokko einen Zehnjahresplan zur Eindämmung der Wüstenbildung bis 2024 aufgesetzt. Lokale, regionale und nationale Akteure sollen zusammenarbeiten. Ziele sind Wiederaufforstung, Regeneration der Vegetation und der Kampf gegen Waldbrände, die jährlich 3000 Hektar Land zerstören.