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Unabhängigkeitstag in der Ukraine: "Das wichtigste Fest des Jahres"

Zum zweiten Mal feiert die Ukraine ihren Unabhängigkeitstag von Moskau während im Osten des Landes weiter gegen prorussische Separatisten gekämpft wird.

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Unabhängigkeitstag in der Ukraine: "Das wichtigste Fest des Jahres"

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Die Ukraine feiert heute ihre Unabhängigkeit. Genau 24 Jahre ist es her, dass die damalige Sowjetrepublik sich von Moskau für autonom erklärte. Bei einer Militärparade marschierten mehr als 2.000 Soldaten von der ostukrainischen Kriegsfront durch Kiew. Der Konflikt im Osten des Landes trübte die Feiertagsstimmung.

Meinung

Noch vor ein paar Jahren haben wir uns nicht so patriotisch gefühlt wie heute

Fallschirmjäger Pavlo Chayka glaubt fest an einen Sieg der ukrainischen Truppen: “Wir sind in unserem Land und das verteidigen wir. Es nicht nur für die Soldaten sondern auch für die ukrainische Bevölkerung eine symbolträchtige Feier. Wir haben 1991 die Unabhängigkeit erreicht. Ich denke, bald wird der Tag kommen, an dem wir einen weiteren Unabhängigkeitstag oder Siegestag feiern”.

“Ich denke, noch vor ein paar Jahren haben wir uns nicht so patriotisch gefühlt wie heute. Die Feierlichkeiten waren früher sehr offiziell. Für das Volk war es einfach ein zusätzlicher freier Tag. Jetzt ist es ein richtiges Fest, ich würde sagen, der wichtigste Feiertag des Jahres”, erklärt eine junge Frau in Kiew.

In der selbsternannten Volksrepublik Donetsk gingen rund 300 Menschen auf die Straße, um den prorussischen Separatisten ihre Unterstützung auszusprechen. Eine Demonstrantin richtete sich an die Regierung in Kiew: “Ich will, dass sie verstehen, dass der Donbass vereint ist. Wir sind bereits eine vereinigte Republik. Und wir wertschätzen unser Volk. Sie sollen ihre Hände von unserer Republik lassen.”

“Die Ukrainer tun mir leid, denn sie scheinen eine Reihe von Dingen nicht zu verstehen. Sie haben ein verfälschtes Bild von uns. Und die Lügen sind das Schlimmste an der ganzen Sache. Das alles wird irgendwann ans Licht kommen”, ärgert sich Olga.

Das ukrainische Militär und die prorussischen Separatisten werfen sich gegenseitig vor, den in Minsk vereinbarten Waffenstillstand zu brechen. Seit Unterzeichnung des Friedensabkommens im Februar sind rund 1.200 Menschen ums Leben gekommen.