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Friedland: de Maizière besucht überfülltes Erstaufnahmelager

Das Erstaufnahmelager für Flüchtlinge im niedersächsischen Friedland ist nach Angaben der Betreiber vollkommen überfüllt. Ausgelegt für die Beherbung

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Friedland: de Maizière besucht überfülltes Erstaufnahmelager

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Das Erstaufnahmelager für Flüchtlinge im niedersächsischen Friedland ist nach Angaben der Betreiber vollkommen überfüllt.

Meinung

Die Friedländer wissen, was Integration und Willkommenskultur bedeuten

Ausgelegt für die Beherbung von 700 Menschen, müssen dort zur Zeit rund 3000 Flüchtlinge versorgt werden.

Viele Bewohner beklagen die Zustände:

“Wir können nirgendwo hingehen, und es gibt keine Schlafplätze. Einige Menschen haben die Nacht unter freiem Himmel oder im Flur verbracht. Es ist einfach zu voll hier.”

Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière machte sich am Dienstag ein Bild von der Lage in Friedland.

Er sprach trotz der zunehmenden Zahl von Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte von großer Hilfsbereitschaft und einer
“gelebten Willkommenskultur” in Deutschland.

Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrich sagte zu de Maizière :

“Die Friedländer wissen, was Integration und Willkommenskultur bedeuten. Aber sie bitten Sie auch, diese nicht überzustrapazieren. Für die dringend notwendige Bereitstellung von Zusatzunterkünften wären wir sehr dankbar.”

Deutschland ist nach Angaben der EU-Kommission derzeit der einzige EU-Staat, der Flüchtlinge aus Syrien nicht systematisch in Ersteinreiseländer wie Italien oder Griechenland zurückschickt und damit auf die Umsetzung der sogenannten Dublin-Verordnung verzichtet.

Wenige Tage vor ihrem Bezug ist eine geplante Notunterkunft für Flüchtlinge in der brandenburgischen Kleinstadt Nauen
westlich von Berlin ausgebrannt.

Die Ermittler gingen nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus. Ein technischer Defekt sei höchst unwahrscheinlich. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke geht von einem rechtsextremistischen Hintergrund aus und erklärte, man werde mit der ganzen Härte des Rechtsstaats gegen die Täter und gegebenenfalls ihre Hintermänner vorgehen.

Solche Geschehnisse wie in Nauen schadeten dem Ansehen des Landes zutiefst.

Unterdessen hat die Berliner Polizei nach einer Bombendrohung gegen die SPD-Partei-Zentrale und einer vorübergehenden Räumung des Gebäudes in Berlin Entwarnung gegeben.