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Sondierung für Regierungsbildung in Athen: Syriza-Rebellen am Zug

In Griechenland rücken vorgezogene Parlamentswahlen immer näher. Die Bemühungen, eine neue Regierung zu bilden, gehen bereits in die dritte Runde

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Sondierung für Regierungsbildung in Athen: Syriza-Rebellen am Zug

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In Griechenland rücken vorgezogene Parlamentswahlen immer näher. Die Bemühungen, eine neue Regierung zu bilden, gehen bereits in die dritte Runde. Als nächster erhielt der Chef der sogenannten Syriza-Rebellen, Panagiotis Lafazanis, von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos für drei Tage das Sondierungsmandat. Bei den Syriza-Rebellen handelt sich um den linken Flügel der Regierungspartei, die unter dem Namen Volkseinheit (LAE) eine eigene Parlamentsgruppe aus 25 Abgeordneten gebildet hatten. Sollten auch sie scheitern, dürfte der Präsident Neuwahlen ausrufen. Als wahrscheinliches Datum dafür gilt der 20. September

Zuvor hatte der Chef der Konservativen, Evangelos Meimarakis, nach drei Tagen Sondierung das Mandat niedergelegt. Seine Gespräche mit den anderen Parteien waren am Wochenende gescheitert.

Regierungschef Alexis Tsipras hatte Donnerstag seinen Rücktritt erklärt. Er sagte, jetzt wo das neue Hilfspaket unter Dach und Fach sei, brauche er ein neues “starkes Mandat” der Bürger. Er wolle damit demnächst Verhandlungen über eine Umstrukturierung des griechischen Schuldenbergs führen.