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"Liebe besiegt alles" - das Leben von Maximilian Kolbe als Animationsfilm

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"Liebe besiegt alles" - das Leben von Maximilian Kolbe als Animationsfilm

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In Mexiko-Stadt wird ein Animationsfilm über einen polnischen Helden aus dem Zweiten Weltkrieg gedreht: Franziskanermönch Maximilian Kolbe, der 1941

In Mexiko-Stadt wird ein Animationsfilm über einen polnischen Helden aus dem Zweiten Weltkrieg gedreht: Franziskanermönch Maximilian Kolbe, der 1941 anstelle des polnischen Sergeanten Franciszek Gajowniczek im Konzentrationslager Auschwitz freiwillig in den Tod ging.

Meinung

Das Leben von Maximilian Kolbe war quasi ein Testament für die Menschheit.

Der fast fertiggestellte Film mit dem Titel “Max and Me” wird vom mexikanischen Filmhaus Dos Corazones. Das Drehbuch hat Bruce Morris geschrieben.

Der polnische Schauspieler Piotr Adamczyk ist die Stimme von Gajowniczek: “Das Leben von Maximilian Kolbe war quasi ein Testament für die Menschheit. Stellen Sie sich vor, an einem der hoffnungslosesten Orte, an denen Deutsche bzw. Nazis solche schrecklichen Grausamkeiten begingen, bewies er, dass es immer Raum in unserer Seele, in unserem Herzen gibt für das grenzenlose Gute, die grenzenlose Liebe. Liebe besiegt alles, pflegte er zu sagen und das ist ein Zitat aus unserem Film.”

Maximilian Kolbe wurde 1982 von Papst Johannes Paul II.. heiliggesprochen. 1941 wurde der Pater von der Gestapo verhaftet, weil er Juden und anderen Flüchtlingen Zuflucht gewährte. In Auschwitz wirkte er als Seelsorger. Im Juli 1941 wurden dort zehn Männer als Vergeltungsmaßnahme für die Flucht eines Häftlings zur Ermordung aussortiert. Als Franciszek Gajowniczek in lautes Wehklagen über seine Familie ausbrach, bat Kolbe den Führer des Flüchtlingslagers Karl Fritzsch darum, den Platz des polnischen Sergeanten einnehmen zu dürfen. Er kam in den berüchtigten “Hungerbunker” des Blocks 11. Dort tröstete er seine Leidensgenossen und betete mit ihnen. Am 14. August wurde Kolbe mit drei anderen Verurteilten, die noch nicht verhungert waren, durch Phenolspritzen umgebracht und im Krematorium verbrannt. Franciszek Gajowniczek überlebte das KZ und starb 1995.

“Als Pole bin ich wirklich sehr glücklich darüber, dass dieser Film gemacht wird, weil er die schwierige Geschichte meiner Heimat verständlicher macht”, so Adamczyk.

Hauptthemen der mexikanischen Filmproduktions- und Vertriebsfirma Dos Corazones sind Glaubensthemen. 2006 wurde der Firmenchef Jose Barroso Barroso vom Aufruf Papst Johannes Paul II nach neuen Wegen der Evangelisierung zu suchen dazu inspiriert, ins Filmgeschäft zu gehen und hochwertige katholische Filme zu produzieren.

Der Film “Max and Me” spielt in heutiger Zeit: Gunter trifft auf den rebellischen Teenager DJ. Anhand der Geschichte von Pater Max lehrt der Ältere den Jüngeren viele Lektionen der Liebe.

Für den Produzenten Pablo José Barroso war die Wahl, den Film als Animationsstreifen zu drehen, aus mehreren Gründen wichtig: “Wir dachten immer wieder darüber nach, ob es ein Spiel- oder ein Animationsfilm werden sollte. Aber was dann den Ausschlag gab, war die wahre Geschichte eines Paters, der ein Vorbild war und der sein ganzes Leben der Predigt und dem beispiellosen Handeln widmete. Und jetzt, wo diese neue Evangelisierung in Mode ist, denke ich, dass er seiner Zeit 100 Jahre voraus war.”

“Max and Me” wird auf Englisch, Polnisch und Spanisch zu sehen sein. Filmpremiere ist 2016 am Weltjugendtag in Krakau (26. bis zum 31. Juli).