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Großer Flüchtlingszustrom in Österreich

Die Kleinstadt Traiskirchen ist nur etwas mehr als zwei Dutzend Kilometer von dem Ort entfernt, wo am Donnerstag der LKW mit mehr als 70 toten

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Großer Flüchtlingszustrom in Österreich

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Die Kleinstadt Traiskirchen ist nur etwas mehr als zwei Dutzend Kilometer von dem Ort entfernt, wo am Donnerstag der LKW mit mehr als 70 toten Migranten entdeckt wurde. Das Flüchtlingslager Traiskirchen, die Bundesbetreuungsstelle für Asylbewerber, ist in ganz Österreich bekannt. Das Lager ist überbelegt, denn der Zustrom an Menschen übersteigt bei weitem die Unterbringungskapazitäten.

Die Reise sei schwierig gewesen, erzählt uns ein junger Mann aus Ghana, sichtlich erleichert, dass er es geschafft hat. Auf einem Boot sei er gekommen, die Fahrt habe insgesamt einen Monat gedauert.
Die Lage in Bagdad sei instabil, berichtet eine Frau aus dem Irak, täglich würden Angriffe auf die Zivilbevölkerung verübt und Kinder auf dem Weg zur Schule oder von Spielplätzen entführt.

Die Bürger Österreichs helfen mit großzügigen Spenden, mit Kleidung und Schuhen, die hier täglich an die Bedürftigen verteilt werden, wie Viktor-Ferdinand Barina von der Hilfsorganisation Caritas erklärt. In den ersten fünf Monaten des Jahres haben in Österreich bereits mehr als 20.000 Flüchtlinge um Asyl angesucht.

“Diese Menschen sind durch die Hölle gegangen”, sagt unsere Korrespondentin Natalia Richardson-Vikulina, “zuerst in ihren Herkunftsländern und danach während ihrer gefährlichen Reise. Hier aber sind sie von der Freundlichkeit und den Spenden der Einwohner überrascht.”