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Libanon: Neue Massenproteste verschärfen innenpolitische Krise

Erneut haben in der libanesischen Hauptstadt Beirut Tausende Menschen gegen die ungelöste Müllkrise und die innenpolitische Lähmung protestiert. Die

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Libanon: Neue Massenproteste verschärfen innenpolitische Krise

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Erneut haben in der libanesischen Hauptstadt Beirut Tausende Menschen gegen die ungelöste Müllkrise und die innenpolitische Lähmung protestiert.

Die Demonstranten forderten die Regierung auf, die Probleme bis Dienstag zu lösen.

Sonst würden die Proteste im ganzen Land verschärft.

Seit mehreren Wochen türmt sich der Abfall auf Straßen und Plätzen, weil eine überquellende Deponie der Hauptstadt geschlossen wurde.

Die aufgebrachten Einwohner machen die Regierung für die Zustände verantwortlich. Sie forderten ultimativ den Rücktritt von Umweltminister Mohammed Maschnuk und vorgezogene Neuwahlen.

Seit Mai vergangenen Jahres kann sich das Parlament nicht auf einen Kandidaten für das Präsidentenamt einigen.

Das Motto der Protestbewegung: “Ihr stinkt”

Zudem kritisieren die Libanesen, dass die Regierung nicht in der Lage sei, die Basisversorgung sicherzustellen. So falle immer wieder der Strom
aus.

Die Protestbewegung und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verlangten vom Innenministerium auch die Aufklärung von Gewalttaten gegen Demonstranten vom vergangenen Wochenende.

Bei Auseinandersetzungen waren zahlreiche Sicherheitskräfte und Demonstranten verletzt worden.

Amnesty International berichtete von mindestens 343 Verletzten durch Steinwürfe und den Einsatz von Tränengas sowie Wasserwerfern.