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Menschenunwürdige Bedingungen im "Dschungel" von Calais

Jede Nacht versuchen Migranten im französischen Calais die Zäune zu überwinden, um illegal in einem LKW nach Großbritannien zu gelangen. In der

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Menschenunwürdige Bedingungen im "Dschungel" von Calais

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Jede Nacht versuchen Migranten im französischen Calais die Zäune zu überwinden, um illegal in einem LKW nach Großbritannien zu gelangen. In der Hafenstadt harren schätzungsweise 3.000 Flüchtlinge aus.

Anlässlich eines Besuchs von Vertretern der EU-Kommission mahnte Frankreichs Premierminister Manuel Valls eine europaweite Migrations-Strategie an. “Wir werden Frankreich bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen”, so der Vizepräsident der Kommission, Frans Timmermans. “Mit den Mitteln soll ein Flüchtlingslager für rund 1.500 Menschen entstehen. Auch sollen Asylsuchende aus Calais in andere Flüchtlingseinrichtungen in Frankreich gebracht werden.”

Eine Aktivistin der Gruppe Femen unterbrach die Pressekonferenz. Sie rief: “Es bedurfte 200.000 Toten, um sich erneut der Menschlichkeit zu besinnen.” Sicherheitsbedenken hielten die Politiker davon ab, das Camp in Calais zu betreten, das auch als der “neue Dschungel” bezeichnet wird. Hilfsorganisationen fordern immer wieder Unterstützung für die Menschen, denen es an Zelten, Nahrungsmitteln und Kleidung fehlt.

“Die humanitäre Lage im Camp ist unerträglich” sagt unser Korrespondent Sandor Zsiros. “Die Menschen hier leben unter viel schlechteren Bedingungen als in einem Flüchtlingslager. Die Behörden haben in den vergangenen Monaten nichts dagegen unternommen. Stattdessen wurden Zäune errichtet, um die Migranten davon abzuhalten, LKW zu erklimmen.”