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"Scream"-Regisseur Wes Craven mit 76 Jahren gestorben

Der amerikanische Filmregisseur Wes Craven ist tot. Craven wurde 76 Jahre alt; er starb an einem Gehirntumor. Craven machte sich einen Namen mit

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"Scream"-Regisseur Wes Craven mit 76 Jahren gestorben

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Der amerikanische Filmregisseur Wes Craven ist tot.

Meinung

Blut! Es ist immer Blut.

Craven wurde 76 Jahre alt; er starb an einem Gehirntumor.

Craven machte sich einen Namen mit Horrorfilmen, wie zunächst mit “Das letzte Haus links” oder “Hügel der blutigen Augen”.

Die bekanntesten seiner Werke wurden ab 1984 zunächst die “Nightmare”-Filme (nicht an allen war er beteiligt) mit der Hauptfigur Freddy Krüger.

Seit den Neunzigern hatte Craven auch noch großen Erfolg mit seinen “Scream”-Filmen, von denen der letzte noch 2011 erschien.

Craven wusste, was die Leute wollen: “Blut! Es ist immer Blut. Da schreien die Leute”, sagte er vor ein paar Jahren. “Das hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert.”

So simpel das Rezept klingt, so erfolgreich wurde Craven damit: Damit wurde er zum erfolgreichsten und einflussreichsten Horrorregisseur.

Diese Lebensbahn war nicht vorhersehbar: Craven wuchs in einer strenggläubigen Familie in Cleveland auf – Großstadt, aber doch Provinz.

Der junge Wesley studierte Literatur und Psychologie; nach
Hollywood kam er eher aus Versehen.

“Ich werde euch die absolute Wahrheit zeigen, und sie ist blutig und scheußlich und gefährlich», sagte Craven einmal.

Und so wurde bei ihm zerstückelt, zerschlitzt und erhängt, aufgegessen und gefoltert, alles schön blutig.

Er konnte aber auch anders: 1999 drehte er mit Meryl Streep das Melodram “Music of the Heart”.

Der Film erzählt die wahre Geschichte einer Lehrerin, die nach einer gescheiterten Ehe Kinder in Harlem für Geigenunterricht begeistert und dabei auch wieder zu sich selbst findet.

Und selbst? Selbst mochte der Altmeister des Horrors keinen Horror.

Die Filme der Kollegen guckte er nicht, selbst nicht Werke wie “Alien”.

Der Grund, gab Craven selbst zu: Er bekomme Angst.

Allerdings kann das nicht immer so gewesen sein: Gegenüber der Filmwebseite “Rotten Tomatoes” sprach er 2009 über seine Lieblingsfilme.

Dazu zählte er zwar auch Filme wie den Westernklassiker “Red River” und “Wer die Nachtigall stört” – aber eben auch “Das Texas-Kettensägenmassaker” und “Die Nacht der lebenden Toten”.