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UNICEF-Bericht: Zahl der Frauen und Kinder auf Balkanroute dreimal höher als im Juni

Meist mehrere Monate sind Flüchtlinge auf der Balkanroute unterwegs, die sie von Griechenland über Mazedonien und Serbien nach Ungarn und Österreich

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UNICEF-Bericht: Zahl der Frauen und Kinder auf Balkanroute dreimal höher als im Juni

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Meist mehrere Monate sind Flüchtlinge auf der Balkanroute unterwegs, die sie von Griechenland über Mazedonien und Serbien nach Ungarn und Österreich führt. Laut einem UNICEF-Bericht, der sich auf Zahlen der mazedonischen Behörden stützt, stammen 80% der Menschen, die die Route einschlagen, aus Syrien. Jeweils 5% kommen aus Afghanistan und dem Irak.

Meinung

Wir gehen davon aus, dass täglich 3000 Menschen die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien durchqueren. Davon sind ein Drittel Frauen und Kinder. Im Juni war das noch nicht der Fall. Damals waren es nur 10%.

In dem Aufnahmezentrum der Stadt Gevgelija im Südosten Mazedoniens seien seit Juni 52 000 Flüchtlinge und Migranten registriert worden, so UNICEF. Das UN-Kinderhilfswerk geht allerdings davon aus, dass die gleiche Anzahl von Menschen das Land ohne Registrierung durchquere.

Während einer Pressekonferenz in Genf teilte UNICEF heute mit, dass immer mehr Frauen und Kinder auf der Balkanroute unterwegs seien.
Die Zahl sei dreimal höher als noch vor drei Monaten. Von den etwa 3000 Flüchtlingen, die derzeit täglich von Griechenland nach Mazedonien kommen, seien rund ein Drittel Frauen und Kinder, teilte UNICEF mit. 12% der Frauen seien zudem schwanger.

An der griechisch-mazedonischen Grenze müssen die Familien häufig bei glühender Hitze auf ihre Ausreise warten. Viele litten an Dehydrierung und Durchfall, so UNICEF. In den Camps werden Plätze zum Ausruhen benötigt, mehr Wasser und bessere Hygienebedingungen. Zum Teil müssten die Flüchtlinge ärztlich versorgt werden.

Flüchtlingskinder auf dem Weg nach Europa träumen von einem ganz normalen Leben. Lesen Sie die Reportage von UNICEF aus der mazedonischen Stadt Gevgelija.