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Frachter vor Kreta gestoppt: 5.000 Waffen sichergestellt

Die griechische Küstenwache hat nach eigenen Angaben eine Lieferung von Waffen auf dem Weg von der Türkei in das Bürgerkriegsland Libyen abgefangen

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Frachter vor Kreta gestoppt: 5.000 Waffen sichergestellt

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Die griechische Küstenwache hat nach eigenen Angaben eine Lieferung von Waffen auf dem Weg von der Türkei in das Bürgerkriegsland Libyen abgefangen. Der Frachter wurde den Angaben nach nordöstlich von Kreta gestoppt und in den Hafen von Heraklion eskortiert. Ungefähr 5.000 Waffen sowie Munition sollen sich an Bord befunden haben.

Ein Sprecher der Küstenwache erklärte, dass die Besatzung befragt und der Inhalt von Containern an Bord geprüft werde. Das Schiff, die “Haddad 1”, fährt unter bolivianischer Flagge. Es hatte im türkischen Hafen İskenderun abgelegt und war offenbar ins libysche Misrata unterwegs. Griechischen Medien zufolge gehört das Schiff der Reederei IMS Hellenic Co.

Laut Dokumentation waren die Waffen für die sudanesische Polizei bestimmt. Baumaterialien an Bord sollten nach Libyen transportiert werden. Sollte sich herausstellen, dass auch die Waffen für Empfänger in Libyen bestimmt seien, werde das Konsequenzen haben, so der Sprecher der Küstenwache.

Die Vereinten Nationen haben gegen Libyen ein Waffenembargo verhängt. Seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar Gaddafi im Jahr 2011 bekämpfen sich dort zwei rivalisierende Regierungen mit eigenen Parlamenten und Truppen.

#Greece coast guard seizes ship carrying weapons shipment from #Turkey to #Libya http://t.co/LRYKrxAsZD pic.twitter.com/tjc8XgToBF— Alwasat (@alwasatengnews) September 2, 2015