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Und täglich grüßt der Ölpreis

Der Ölpreis war in den vergangenen Monaten ein Dauerbrenner für Ökonomen, Händler und Verbraucher. Und das bleibt wohl vorerst auch so. Erst schien

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Und täglich grüßt der Ölpreis

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Der Ölpreis war in den vergangenen Monaten ein Dauerbrenner für Ökonomen, Händler und Verbraucher. Und das bleibt wohl vorerst auch so. Erst schien der Absturz kein Ende zu nehmen, Ende August/Anfang September schnellte er dann innerhalb weniger Tage wieder um 27 Prozent in die Höhe.

Der durchschnittliche Preis für ein Barrel, also 159 Liter, der Nordseesorte Brent, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen. 2012 waren es 118 Dollar pro Barrel, dieses Jahr sind es bisher nur noch 42 Dollar.

euronews-Reporterin Ouahiba Kedache sprach mit Nour Eldeen Al-Hammoury, dem Chef-Marktstrategen von ADS Securities in Abu Dhabi, über dieses Thema.

euronews:
Der Ölpreis gleicht einem Auf und Ab. Wird er sich bald stabilisieren oder wird er unter 30 Dollar fallen, wie einige Analysten meinen?

Nour Eldeen Al-Hammoury:
Man muss auf die derzeitige Lage blicken. Bisher sind die Bedingungen unverändert: Man weiß, dass das Öl in den nächsten zehn Jahren nicht ersetzt werden kann. Die weltweite Nachfrage ist hoch, und es wird nicht erwartet, dass sie sehr zurückgehen wird.

Der Absturz wird wohl ein Ende haben, und die Preise werden sich wieder in die Höhe bewegen. Das zeigt der Anstieg in dieser Woche, der auf eine kommende Stabilität schließen lässt.

euronews:
Und wie tief könnte der Preis fallen?

Al-Hammoury:
Er könnte das aktuelle Preisniveau erreichen, doch von einem größeren Absturz als zuletzt wird nicht ausgegangen.

euronews:
Warum begnügt sich die OPEC damit, die Lage zu bedauern, und greift nicht ein?

Al-Hammoury:
Der Preissturz hat nicht das Ausmaß eines Zusammenbruches angenommen. Obwohl manche von einer großen Krise sprechen, gibt es Absprachen mit der OPEC, und sie hat in den vergangenen Tagen Maßnahmen ergriffen. Es wird über eine außerordentliche Sitzung gesprochen, auf der die Lage erörtert werden soll. Doch die Sitzung wurde wegen des Anstieges erst mal aufgeschoben. Anfang Dezember könnte es so weit sein.