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Orbán schickt Flüchtlings-Busse an Österreichs Grenze

Die ungarische Regierung hat entschieden, die im Land gestrandeten Flüchtlinge per Bus an die Grenze zu Österreich zu schicken. Doch ob sie ins Nachbarland einreisen dürfen ist unklar.

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Orbán schickt Flüchtlings-Busse an Österreichs Grenze

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Die ungarische Regierung plant, Migranten per Bus an die österreichische Grenze zu bringen. Das hat János Lázár, der Stabschef von Ministerpräsident Orban, mitgeteilt. Mit etwa 100 Fahrzeugen sollen die rund 1.200 Menschen, die zu Fuß auf der Autobahn Richtung Österreich unterwegs sind eingesammelt werden. Auch die Migranten am Bahnhof Keleti würden abgeholt, hieß es. Ein anderer Bus soll die rund 300 Flüchtlinge, die von Bicske aus auf den Gleisen laufen würden zum Grenzübergang in Hegyeshalom gebracht.

Der österreichische Kanzler Werner Faymann teilte auf seiner Facebook-Seite mit, dass “aufgrund der Notlage an der ungarischen Grenze Österreich und Deutschland in diesem Fall einer Weiterreise der Flüchtlinge in ihre Länder” zustimmten.

Bundeskanzler Werner Faymann erkl�rte heute nach einem Gespr�ch mit dem ungarischen Premierminister Victor Orban, in…

Posted by Bundeskanzler Werner Faymann on�vendredi 4 septembre 2015

Das Transport-Angebot gelte jedoch nicht für Flüchtlinge, die sich in Ungarn in Notlagern befinden. In dem Erstaufaufnamelager in Röszke, nahe der serbischen Grenze, kam es zu Handgemengen zwischen der Polizei und Migranten. Rund 300 Migranten überstiegen einen Zaun und rannten in Richtung Autobahn.

Das ungarische Parlament rief als Reaktion auf die Flüchtlingskrise einen “Krisenzustand durch Masseneinwanderung” aus. Personen, die illegal ins Land kommen sollen in Zukunft mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren belegt werden.

Am Vormittag hatten sich rund 1.200 Migranten zu Fuß aufgemacht. Ein Großteil von ihnen will von Österreich nach Deutschland einreisen.