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Ungarn: Flüchtlinge stellen Forderungen und wollen nach Deutschland


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Ungarn: Flüchtlinge stellen Forderungen und wollen nach Deutschland

In Ungarn spitzt sich die Flüchtlingskrise zu. An mehreren Orten kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Flüchtlinge, die in Ungarn gestrandet sind, haben fast alle das gleiche Ziel: Deutschland. Weshalb die Regierung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban sie in Lagern unterbringen will,
verstehen sie nicht. Aus dem Hauptbahnhof in Budapest sind etwa 600 Flüchtlinge aufgebrochen, um zu Fuß zunächst nach Österreich zu gehen.

Am Bahnhof Bicske in der Nähe von Budapest demonstrierten Flüchtlinge gegen ihre Behandlung durch die EU. Sie wollten nicht in Lager gebracht werden, und hielten Schilder hoch, auf denen stand: “Wir wollen nach Deutschland.”

Etwa 300 Flüchtlinge sind aus dem Erst-Registrierungslager Röszke an der ungarisch-serbischen Grenze geflohen. Sie sind unzufrieden mit den langen Wartezeiten in der eingezäunten Einrichtung. Sie hätten den ungarischen Behörden ein Ultimatum von zwei Stunden zur Erfüllung ihrer Forderungen gestellt. Andernfalls wollten sie weitere Flüchtlinge zum Verlassen des Lagers auffordern.

Die deutsche Regierung forderte Ungarn unterdessen auf, ins Land gekommene Flüchtlinge in Asylverfahren zu bringen. Ungarn habe die rechtlich verbindliche Pflicht, Flüchtlinge ordnungsgemäß zu registrieren, zu versorgen und die Asylverfahren unter Beachtung der europäischen Standards in Ungarn selbst durchzuführen.

Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Polen lehnten auf einem Treffen in Prag Flüchtlingsquoten für ihre Länder strikt ab. Der slowakische Regierungschef Robert Fico sagte, eine Quote fördere nur die organisierte Kriminalität. Er gehe davon aus, dass es sich bei 95 Prozent der Fliehenden um Wirtschaftsflüchtlinge handele.

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Deutschland

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