Eilmeldung

Eilmeldung

Ungewöhnliche Flucht: Mit dem Fahrrad über die Arktis nach Europa

Auf ihrer Suche nach einem besseren Leben nehmen Flüchtlinge immer ungewöhnlichere Routen gen Westen und nehmen dabei noch ungewöhnlichere Transportmittel.

Sie lesen gerade:

Ungewöhnliche Flucht: Mit dem Fahrrad über die Arktis nach Europa

Schriftgrösse Aa Aa

Auf ihrer Suche nach einem besseren Leben nehmen Flüchtlinge immer ungewöhnlichere Routen gen Westen. Von Russland aus versuchen einige Syrer, nach Norwegen zu gelangen – und nehmen dafür den Umweg über die Arktis in Kauf.

Weil es einfacher ist, nach Russland einzureisen als in die EU, gehen sie zunächst nach Moskau. Mit dem Zug geht es weiter nach Murmansk, der größten Stadt jenseits des Polarkreises. Von der grenznahen Kleinstadt Nikel sind es noch rund 40 Kilometer bis Norwegen. Storskog ist der Name des einzigen gemeinsamen Grenzübergangs zwischen Russland und Norwegen.

“Sie haben mich gebeten, sie über die Grenze zu bringen”, berichtet ein Taxifahrer. “Aber ich habe abgelehnt. Dafür kann man strafrechtlich verfolgt werden und das Risiko wollte ich nicht eingehen”. Sie hätten umgerechnet rund 500 Euro geboten, erzählt er.

Die Grenze zu Fuß zu passieren, ist verboten. Nach Angaben eines norwegischen Polizisten nehmen einige Migranten deshalb Fahrräder. Rund 150 Flüchtlinge sollen die Arktis-Route bisher genommen haben – doch es könnten mehr werden vermutet der norwegische Polizist. Russland kontrolliere nicht, wer ausreise sondern lediglich wer einreise, deshalb könnten die Flüchtinge recht einfach passieren. In Norwegen werden die Hilfesuchenden meist nach Oslo geflogen, damit sie in der Hauptstadt Asyl beantragen können.