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Hamiltons umstrittener Sieg

Lewis Hamilton muss trotz regelwidrigen Reifendrucks nach seinem Sieg in Monza keine Strafe fürchten.

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Hamiltons umstrittener Sieg

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Es war ein perfekter Tag für Lewis Hamilton in Monza. Der Brite dominierte den Großen Preis von Italien vom Startschuss bis zur Ziellinie, wie immer. Er machte einen großen Schritt in Richtung Weltmeistertitel, nachdem sein Erzrivale Rosberg zum Aufgeben gezwungen wurde.

Lewis Hamilton konnte nach seiner erneuten Machtdemonstration das triumphale Siegergefühl aber erstmal nur kurz genießen. Am Mercedes des Briten wurde ein geringer Reifendruck festgestellt. Das Team musste zu den Rennkomissaren, die dann entschieden, Hamilton dürfe trotz des regelwidrigen Reifendrucks den Sieg behalten.

Sebastian Vettel hatte keine Chance gegen den Silberpfeil-Piloten und landete auf Platz zwei.

Hamiltons schärfster Rivale Nico Rosberg musste kurz vor dem Ziel wegen eines Motorschadens aufgeben. Platz Drei konnte sich dadurch der Ferrari-Fahrer Felipe Massa schnappen.

Monza: Wie alles begann

Monza ist ein Pflichttermin in der Formel 1. Es war das letzte von sieben Rennen in der ersten Formel-1-Saison. Am 3. September 1950 wurde dort der erste Champion der Geschichte gekrönt.

Von Glanz und Glamour keine Spur: Bei der Geburtsstunde der Formel 1 ging es zwar auch schon um atemberaubende Geschwindigkeiten, doch mit einem heutigen Rennen ist das nicht zu vergleichen.

Drei Fahrer kämpften beim letzten Rennen der ersten Edition um den Sieg. Juan Manuel Fangio, ein Argentinier, der später zur Legende wurde, und zwei Italiener: Luigi Fagioli und Nino Farina.

Die drei waren Teamkollegen und fuhren alle einen Alfa Romeo – made in Italy.

Ferrari war damals auch schon mit von der Partie, mit einem Auto, das extra für das Rennen in Monza gebaut wurde. Es sollte das Monopol von Alfa Romeo brechen. Doch das überladene Gefährt konnte in Punkto Geschwindigkeit nicht mithalten und ging nach dem Rennen in Rente.

Nino Farina wurde schließlich Champion im eigenen Land und bleibt bis heute der einzige Fahrer, dem es gelungen ist, diesen Titel im Heimatland zu gewinnen.

Endurance-Fans, aufgepasst!

Die Endurance-Fans haben es sicher verfolgt, das Rennen am Paul Ricard Ring in Frankreich. Dort war der vierte Stop der European Le Mans Series.

Die vierstündige Testfahrt beim Endurance-Rennen in Le Castellet hat mal wieder eines gezeigt: bei den Langstreckenrennen läuft es meistens genau so wie bei der Formel 1: Der, der als Erster startet, kommt auch als Erster wieder ins Ziel.

Am Sonntag auf der Paul Ricard Strecke setzten sich die Briten Simon Dolan und Harry Tincknell durch, die mit dem Portugiesen Filipe Albuquerque zusammenarbeiten.

Auf dem zweiten Platz landete das Team um den Schweizer Gary Hirsch, der mit dem Schweden Björn Wirdheim und dem Briten John Lancaster im Auto saß.

Drei Russen freuten sich über den dritten Rang: Mikhail Aleshun, Kiiril Lzdygin und Viktor Shaytar.