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München: Flüchtlingsankunft führt zu Welle von Hilfsbereitschaft

Am Münchner Hauptbahnhof spielen sich seit Samstag zum Teil bewegende Szenen ab. Bürger begrüßten ankommende Flüchtlinge immer wieder mit Applaus

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München: Flüchtlingsankunft führt zu Welle von Hilfsbereitschaft

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Am Münchner Hauptbahnhof spielen sich seit Samstag zum Teil bewegende Szenen ab. Bürger begrüßten ankommende Flüchtlinge immer wieder mit Applaus. Vereinzelt kam es zu Wiedervereinigungen von Familien, die während der Flucht unfreiwillig getrennt worden waren.

Meinung

Sie sollen sich willkommen fühlen nach den schrecklichen Erfahrungen in Ungarn

Die Münchner Behörden mussten kurzfristig reagieren und organisierten als Erste-Hilfe-Maßnahme Massenunterkünfte auf dem Messegelände für tausende Neuankömmlinge wie den ehemaligen Geschäftsinhaber Homam Shehade aus Syrien:.

“Mein Laden und mein Haus wurden ausgebombt. Dann habe ich Syrien erlassen, um hier ein besseres Leben für mich und meine Familie zu finden.”

Viele Flüchtlinge in München lobpreisten die deutsche Kanzlerin

Quer durch alle Altergruppen meldeten sich Münchner für Freiwilligendienste am Bahnhof. Darunter auch Prominente wie Bayern Münchens spanischer Star Javi Martinez. Der zur Zeit verletzte Nationalspieler verteilte unter anderem Trikots seines Vereins:

Die Behörden sprachen von “etlichen” spontanen und ehrenamtlichen Helfern, die die Verteilung von Sachspenden unterstützten. Die Dienste von zahlreichen weiteren Freiwilligen wurden gar nicht benötigt:

“Ich komme aus Regensburg und will mit den Münchner Mitbürgern unsere Gäste wie in einer Weltstadt mit Herz und mit offenen Armen empfangen. Deshalb bin ich hier.”

Eine Münchnerin sagte:

“Uns geht es im Vergleich so gut und jetzt können wir endlich diesen Menschen helfen so gut wir es eben können. Sie sollen sich willkommen fühlen nach den schrecklichen Erfahrungen in Ungarn.”

Laut dem bayerischen Innenministerium werden die Flüchtlige am Wochenende mit Bussen und Zügen auf die Bundesländer verteilt.

Der dafür von den Behörden angewandte sogenannte «Königsteiner Schlüssel» basiert auf den Steuereinnahmen und Einwohnerzahlen der Länder.