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Deauville ehrt den Tausendsassa Keanu Reeves

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Deauville ehrt den Tausendsassa Keanu Reeves

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Jauchzen und Seufzen auf dem roten Teppich von Deauville: Multitalent Keanu Reeves ist Ehrengast des Festivals des amerikanischen Films im

Jauchzen und Seufzen auf dem roten Teppich von Deauville: Multitalent Keanu Reeves ist Ehrengast des Festivals des amerikanischen Films im nordfranzösischen Küstenort. Bekannt ist er für Blockbuster wie “Matrix” oder “Point Break – Gefährliche Brandung”, kann aber durchaus auch anders, wie er selber betont.

Keanu Reeves: “Ich hatte das Glück, in großen Studioproduktionen und in Independent-Filmen mitzuwirken. Und hoffentlich geht das immer so weiter. Das Festival hier ist fantastisch und bietet dem Publikum eine große Filmvielfalt.”

Das Festival widmet dem Vollblutschauspieler eine Retrospektive. Der Hollywoodstar und Frauenschwarm scheint sich immer noch über die Begeisterung der Fans zu freuen.

“Genau das ist das amerikanische Kino”, schwärmt Festivalleiter Bruco Barde. “Ein Schauspieler kann in ‘Filmen wie Matrix’, ‘My Own Private Idaho’ oder ‘Gefährliche Liebschaften’ spielen, aber auch in einem Film wie ‘Knock Knock’, in Anlehnung an Michael Hanekes ‘Funny Games’. Das amerikanische Kino kennt im Grunde keine Grenzen.”

In Knock Knock von Eli Roth spielt Keanu Reeves einen Architekten, an dessen Haustür eines Abends, in Abwesenheit seiner Familie, zwei hübsche junge Frauen in Not klopfen. Der hilfsbereite Mann gewährt ihnen Einlass und findet sich schon bald als das ideale Opfer in einem sadistischen Katz- und Mausspiel wieder.

Ebenfalls geehrt auf dem Festival von Deauville wurde Twilight-Star Robert Pattinson, der inzwischen zu den gefragten Namen in Hollywood gehört. Weil der viel beschäftigte Schauspieler nicht persönlich in Deauville anwesend sein konnte, bedankte er sich mit einer Videobotschaft. Er sei gerade zum Dreh in Belfast mit James Gray. Deswegen dieses furchtbare Video aus der Wohnwagentoilette.

In Life vom Niederländer Anton Corbijn spielt er den Fotografen Dennis Stock, der dem noch unbekannten Schauspieler James Dean (dargestellt von Dane DeHaan) mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern ein Denkmal setzt.

Anton Corbijn: “Dieser Film ist kein Biopic. ‘Control’ war ein Biopic über Ian Curtis. Aber bei diesem Film gibt es einen ganz anderen Ausgangspunkt. Ich habe ihn gedreht, weil ich mich für die Beziehung zwischen dem Fotografen und seinem Motiv interessierte. Und das war in diesem Fall James Dean, ein zusätzlicher Bonuspunkt.”

Dane DeHaan: “Der Film dreht sich um die Begegnung zweier sehr unterschiedlicher Künstler, die voneinander lernen. Genau das traf auch auf mich und Robert zu. Wir hatten unterschiedliche Herangehensweisen und haben letztlich beide etwas dazu gelernt.”

“Life” war unter anderem auf der Berlinale im vergangenen Februar zu sehen und kommt Ende September in die deutschsprachigen Kinos.

Frédéric Ponsard, euronews: “Hommagen, Premieren, Retrospektiven, aber auch ein in diesem Jahr besonders anspruchsvoller Wettbewerb. All das hat das Festival von Deauville zu bieten, die ganze Bandbreite des amerikanischen Kinos und seine reiche Kreativität.”