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Griechenland, Mazedonien, Ungarn: Viele weitere Flüchtlinge im Anmarsch

Erneut kommen zweieinhalbtausend Flüchtlinge von einer griechischen Insel auf das Festland. Weitaus mehr Menschen hatten das Schiff auf der Insel

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Griechenland, Mazedonien, Ungarn: Viele weitere Flüchtlinge im Anmarsch

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Erneut kommen zweieinhalbtausend Flüchtlinge von einer griechischen Insel auf das Festland.

Weitaus mehr Menschen hatten das Schiff auf der Insel Lesbos besteigen wollen; die Polizei musste sie zum Teil mit Gewalt daran hindern.

Auf den griechischen Inseln sind inzwischen dreißigtausend Flüchtlinge, teilt das Hilfswerk der UNO mit – zwanzigtausend davon auf Lesbos.

Griechenland hat inzwischen die EU um Hilfe gebeten, wie sie auch schon Österreich und Ungarn bewilligt wurde.

Siebentausend Menschen sind erneut auch in Mazedonien angekommen, der nächsten Station auf ihrem Weg.

Ein Flüchtling aus Afghanistan sagt dort, einen Monat sei er bis hierher unterwegs gewesen.

Will er auch nach Österreich, Deutschland oder Schweden, steht ihm jetzt noch der Weg durch Serbien und Ungarn bevor.

Über die Grenze nach Ungarn sind nach UNO-Angaben gestern 2700 Flüchtlinge gelangt; auch heute kamen schon wieder einige hundert.

Sie müssen dort nun aber hinter der Grenze zum Teil Tage unter freiem Himmel warten: Heute sollten Busse sie in das nahegelegene Aufnahmelager in Röszke bringen, bisher kamen aber nur einige wenige.

Flüchtlinge, die sich gestern zu Fuß per Autobahn auf den Weg nach Budapest gemacht hatten, wurden von der Polizei überredet, wieder zurück in das Lager zu kommen.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk schätzt, dass dieses Jahr vierhunderttausend Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa kommen werden: Zu mehr als neunzig Prozent sind sie schon hier.