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"Lasst uns vernünftig sein": Polen nimmt mehr Flüchtlinge auf

Polen hat sich bereit erklärt, mehr Flüchtlinge als zunächst genannt aufnehmen zu können. Noch am Mittwoch hatte Ministerpräsidentin Ewa Kopacz

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Polen hat sich bereit erklärt, mehr Flüchtlinge als zunächst genannt aufnehmen zu können. Noch am Mittwoch hatte Ministerpräsidentin Ewa Kopacz gesagt, 2.000 Migranten könnten nach Polen kommen. Unter gewissen Bedingungen will man nun mehr ins Land lassen.

Kopacz beriet sich in Warschau mit Parteivorsitzenden zum Thema Flüchtlinge. Und verteidigte ihre Entscheidung: “Gemeinsam und effizient in der EU zu handeln, ist in unserem Interesse, also lasst uns vernünftig sein. EU-Kommissionspräsident Juncker hat uns Polen in seiner Ansprache daran erinnert, dass wir alle auch einmal Flüchtlinge waren.”

Für Polens Präsident Andrzej Duda spielt die unter anderem von Frankreich und Deutschland geforderte Quotenverteilung auf EU-Länder in die Hände der Schlepper: “Lasst uns nicht vergessen, dass die Mehrheit derjenigen, die Einwanderern helfen, an die europäischen Grenzen zu gelangen, Kriminelle sind. Organisierte Verbrecher, spezialisiert auf Menschenschmuggel”.

In einem Großteil der Flüchtlingsunterkünfte im Nordosten Polens bringt die Regierung derzeit Migranten aus der Ukraine, Tschetschenien und Georgien unter. Wie viele Flüchtlinge zukünftig dazukommen, wollen die Länder der Visegrad-Gruppe (Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn) weiterhin nur auf freiwilliger Basis entscheiden.