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Debatte um Atomabkommen erreicht US-Wahlkampf

Die Debatte über das Atomabkommen mit dem Iran hat den US-Wahlkampf erreicht. Nur wenige Tage vor der Abstimmung des US-Kongresses melden sich die

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Debatte um Atomabkommen erreicht US-Wahlkampf

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Die Debatte über das Atomabkommen mit dem Iran hat den US-Wahlkampf erreicht. Nur wenige Tage vor der Abstimmung des US-Kongresses melden sich die Bewerber um das Präsidentenamt zu Wort.

Bei einer Rede bei der Brookings Institution verteidigte die Demokratin Hillary Clinton den Deal, für den sie als Außenministerin den Grundstein gelegt hatte. Sie warnte Teheran jedoch auch: “Die Vereinigten Staaten werden niemals zulassen, dass Sie Atomwaffen erwerben. Als Präsidentin werde ich tun, was immer auch nötig ist, um die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten zu schützen. Ich werde nicht zögern, militärische Maßnahmen zu ergreifen.”

Die republikanischen Kandidaten Donald Trump und Ted Cruz schlossen sich hingegen einem Protest mit Hunderten Gegnern vor dem Kapitol an. Auf die Frage ob er das Abkommen rückgängig machen werde, sobald er im Weißen Haus sei, antwortete Trump: “Ich werde Dinge tun, die niemand für möglich halten wird und es wird großartig für die Menschen in diesem Land und großartig für das Land sein.”

Ted Cruz warnte davor, dass der Iran durch das Aufheben der Sanktionen finanzielle Mittel erhält, die er gegen den Westen und Israel verwenden wird: “Wenn das Abkommen abgesegnet wird, gehen mehr als hundert Milliarden Dollar an die Hamas, die Hisbollah, die Huthis und radikale islamische Terroristen. Diese Milliarden werden benutzt, um Amerikaner, Israelis und Europäer zu ermorden.” Bis zum 17. September müssen Senat und Abgeordnetenhaus abstimmen.

Euronews-Reporter Stefan Grobe: “Das Abkommen mit dem Iran teilt das Land wie kein anderers außenpolitisches Thema der vergangenen Jahre. Die Debatte vor der Abstimmung des Kongresses nimmt an Fahrt auf. Die wahre Abstimmung über den Deal wird jedoch die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr sein.”