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Flüchtlinge in Ungarn: "Mutter Merkel, wir erfrieren!"

Die ungarische Regierung wird angesichts der Flüchtlingsproblematik in der kommenden Woche über eine mögliche Verkündung des Notstandes beraten

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Flüchtlinge in Ungarn: "Mutter Merkel, wir erfrieren!"

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Die ungarische Regierung wird angesichts der Flüchtlingsproblematik in der kommenden Woche über eine mögliche Verkündung des Notstandes beraten. Einen entsprechenden Antrag hat Innenminister Sandor Pinter eingebracht.

Im Lager Röszke ist die Lage weiterhin dramatisch. Ein Flüchtling verlangt – so wörtlich – nach “Mutter Merkel”. “Wir erfrieren”, sagt er.

Zwar werden die Ankömmlinge von ehrenamtlichen Helfern versorgt, doch das ist aufgrund der Menschenmassen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Im Bahnhof der Hauptstadt Budapest campieren Flüchtlinge, bis sie einen Platz in einem der Züge ergattern. Helfer versuchen, ihnen die Wartezeit zu erleichtern und bieten kostenloses WLAN an.

“Sie sollen wissen, dass nicht alle Menschen hier feindselig und ablehnend sind. Ich möchte sicherstellen, dass sie nicht alle Ungarn hassen”, sagt eine Helferin.

Im Süden des Landes wird unverändert am Zaun gebaut, der die Grenze zu Serbien sichern und illegale Einwanderung verhindern soll. Aus ungarischen Regierungskreisen heißt es, die Arbeiten an der 175 Kilometer langen Anlage könnten bereits Anfang Oktober abgeschlossen sein.