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Flüchtlinge: Bildung hilft beim Start in ein neues Leben

Traumata verarbeiten, eine neue Sprache lernen, zur Schule gehen. Flüchtlinge müssen zahllose Hürden überwinden. Wir schauen uns Projekte an, die ihnen dabei helfen.

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Flüchtlinge: Bildung hilft beim Start in ein neues Leben

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Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR schlägt Alarm: “Weltweit sind fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie noch nie”: http://www.unhcr.de/home/artikel/f31dce23af754ad07737a7806dfac4fc/weltweit-fast-60-millionen-menschen-auf-der-flucht.html Es fehlt ihnen an allem: Lebensmittel, medizinische Versorgung aber auch an Zugang zu Bildung. Es gibt jedoch Projekte, die versuchen, den Flüchtlingen beim Neuanfang und der Verarbeitung des Erlebten zu helfen.

Meinung

Sie haben uns geholfen, obwohl sie selbst nicht viel haben

Burkina Faso: Tanz des Lebens

Wie können Musik und Tanz die Wunden des Krieges heilen? In Burkina Faso setzt ein Projekt auf Tanzschritte, um den Flüchtlingen wieder auf die Beine zu helfen.

Die Kinder lernen eine Art Mischung aus Hip Hop und Akrobatik. In dem Camp gibt es nicht viel zu tun, die Tanzkurse sind eine willkommene Abwechslung. Das Lager entstand 2012. Die Menschen, die hier leben, sind alle sind vor dem Konflikt im Nachbarland Mali geflohen. Die meisten von ihnen sind Tuareg.

Der afrikanische Choreograf Salia Sanou und die “Nichtregierungsorganisation “Artistes Africains pour le Développement”“:http://www.cdc-latermitiere.org/index.php?option=com_content&view=article&id=52&Itemid=59&390cd7bdc34fc9b84a00ef3b5c1b6afd=cfa77a2bf6a0ec44570766dbcb20166f bieten Kunst- und Tanzunterricht in Flüchtlingslagern an.

Gazastreifen: Ab in die nächste Klasse

Kriege hinterlassen bei den Menschen Wunden – sichtbare und unsichtbare. Im Gazastreifen leben Kinder immer noch in zerstörten Vierteln. Viele sind traumatisiert und kommen in der Schule nicht mehr mit. Dank eines Projektes bekommen diese Kinder jetzt eine zweite Chance.

Für die mehr als 200.000 palästinensischen Flüchtlingskinder im Gazastreifen haben die Vereinten Nationen Schulen eingerichtet.

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge organisiert seit sieben Jahren diese Sommernachhilfekurse. Die Kinder haben so die Chance, doch noch versetzt zu werden. In diesem Jahr benötigten mehr als 25.000 Kinder Hilfe, sie sind in Arabisch oder in Mathe oder in beiden Fächern durchgefallen.

Italien: Neuanfang fern der Heimat

Die sechsjährige Mariam kommt aus dem Libanon. Vor zwei Jahren verließ sie mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter ihre Heimat. Sie flohen vor den Bombenangriffen auf Beirut. In Italien wurde ihr Asylantrag anerkannt und jetzt geht Mariam in der Stadt Ragusa, in Sizilien, zur Schule.

Wichtige Anlaufstellen für die Neuankömmlinge sind die Zentren für Flüchtlinge. Im “Open House” werden die Menschen von Tina Iuzzolini und ihren Ehemann Francesco begrüßt. Das Zentrum wird von der deutschen Stiftung Humedica finanziert. Hier bekommen die Flüchtlinge Kleidung, aber auch psychologische Hilfe, juristische Beratung und sie können Italienisch lernen.