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Russische Geldpolitik: Das Gute am Schlechten suchen

Russlands Zentralbank hat den Leitzins nicht angetastet – er bleib bei 11 Prozent, zum ersten Mal in diesem Jahr nach dem Absturz des Rubels, dem

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Russische Geldpolitik: Das Gute am Schlechten suchen

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Russlands Zentralbank hat den Leitzins nicht angetastet – er bleib bei 11 Prozent, zum ersten Mal in diesem Jahr nach dem Absturz des Rubels, dem Absacken der Ölpreise und der hartnäckigen ersten Rezession seit 2009. Zuvor hatte sie sich mit fünf Zinsschnitten gegen die schwere Wirtschaftskrise gestemmt.

Meinung

Unser zentrales Szenario sieht einen Aufschwung in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres

“Unter Berücksichtigung externer Faktoren und neuester Statistiken haben wir unsere Prognose für das laufende Jahr überprüft. Unser zentrales Szenario sieht einen Aufschwung in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres (2016).”

So die Chefin der russischen Zentralbank. Ihr Job ist ein ständiger Spagat zwischen fast 16 Prozent Inflation – fast das Vierfache des langfristig angepeilten Wertes – und bis zu 4,4 Prozent weniger Wirtschaftsleistung in diesem Jahr.

Kommen noch dazu: Die möglichen Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank und die globalen Ausläufer von Chinas wirtschaftlichem Abschwung.

Das Gute an all dem Schlechten:

“Der abgewertete Rubel wird die Preise auch in den nächsten Monaten nach oben drücken,” so die Zentralbank. “Allerdings dürften die relativ harten monetären Rahmenbedingungen und die schklappe Binnennachfrage die Inflationsrate nach unten ziehen.”

su