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Weizen, Milch, Kaffee, Orangensaft, Zucker - Frühstücken so billig wie seit fünf Jahren nicht

"Es ist nur ein einfacher Durchschnitt und zeigt den Nominalpreis eines englischen Frühstücks", so die Autoren. Nach dem Frühstückspreisindex der britischen Wirtschaftszeitung ==

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Weizen, Milch, Kaffee, Orangensaft, Zucker - Frühstücken so billig wie seit fünf Jahren nicht

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“Es ist nur ein einfacher Durchschnitt und zeigt den Nominalpreis eines englischen Frühstücks”, so die Autoren. Nach dem Frühstückspreisindex der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times (FT) kosten Weizen, Milch, Kaffee, Orangensaft, Zucker und Frühstücksspeck so wenig wie seit fünf Jahren nicht. Das spiegle die Deflation, die Bauern wie Verbraucher, in diesem Jahr zu spüren bekommen, so die FT.

So kosteten die wichtigsten Zutaten für die Mahlzeit nach dem Aufstehen binnen Jahresfrist um ein Zehntel bis ein Drittel weniger – dank guten Wetters, reichlicher Vorräte und der jüngsten Rohstoff-Verkaufswelle – vorausgesetzt man verzichtet auf Tee und eine heiße Schokolade – sie wurden teurer.

“Die Zutaten für ein Frühstück sind schnell billiger geworden”, bestätigt Abdolreza Abbassian, leitender Getreide- Ökonom bei der UN-Welternährungsorganisation in Rom, FAO. Das decke sich mit dem gesamten Lebensmittel-Preisindex. Er sei im August so stark gefallen wie seit 2008 nicht.

Und das geht vermutlich so weiter. Zwar gibt es Bedenken bei Analysten über zukünftige Lieferungen, doch bleibt es weltweit bis auf Weiteres bei Überbeständen der landwirtschaftlichen Kulturen.

Da lässt sich bei einer preiswerten Tasse Kaffee trefflich die neuste Hunger-Weltkarte der Welternährungsorganisation FAO studieren – samt ihrer bedenklichen roten Flecken, vor allem im südlichen Afrika.

Sigrid Ulrich