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Ungarns Regierung setzt Armee ein und berät über härteres Vorgehen gegen Flüchtlinge

Die Regierung Ungarns hat ein härteres Durchgreifen gegen Flüchtlinge angekündigt und setzt im Inneren nun auch die Armee ein. Am kommenden Dienstag

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Ungarns Regierung setzt Armee ein und berät über härteres Vorgehen gegen Flüchtlinge

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Die Regierung Ungarns hat ein härteres Durchgreifen gegen Flüchtlinge angekündigt und setzt im Inneren nun auch die Armee ein.

Am kommenden Dienstag will das Kabinett zudem entscheiden, ob ein Krisenfall erklärt wird. Falls ja, werde jeder illegale Einwanderer “sofort verhaftet”, sagte Ministerpräsident Viktor Orban in Budapest. Man werden sie dann nicht mehr höflich begleiten wie bisher, so Orban.

Am 21. September dann soll das Parlament dann darüber abstimmen, ob das Militär auch die Grenzpolizei unterstützen darf.

In der Zwischenzeit sind rund 3800 Soldaten zur Unterstützung der regulären Polizei abkommandiert. Sie werden an mehreren Standorten entlang der 175 Kilometer langen Grenze mit Serbien postiert.

Der umstrittene, vier Meter hohe Grenzzaun soll bis Ende November fertig gestellt werden. Unterdessen kommen weitere Flüchtlinge über die Grenze. An einem Sammelpunkt, den Euronews-Reporter besuchten, warteten etwa 200 Menschen in erbärmlichen Zuständen und teils ohne Schuhe. Sie wurden mit Bussen zu einem Registrierungszentrum gebracht.