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Deutsche Grenzkontrollen werden „mehrere Wochen“ anhalten

Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen mehrere Wochen dauern. Die teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann mit. Sie seien

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Deutsche Grenzkontrollen werden „mehrere Wochen“ anhalten

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Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen mehrere Wochen dauern. Die teilte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann mit. Sie seien notwendig, weil viele Menschen unterwegs seien, die keine wirklichen Flüchtlinge seien. Es gehe um die Sicherheit Deutschlands und darum, ein Chaos zu vermeiden, sagte Herrmann dem Bayerischen Rundfunk.

An der bayerisch-österreichischen Grenze bildeten sich teilweise lange Staus. Nach Deutschland führten auch die Slowakei und Tschechien wieder Grenzkontrollen zu Österreich ein.

Am Montagvormittag begann die Bundespolizei auch an den Grenzen zu Belgien und Luxemburg „stichprobenartig“ mit Kontrollen auf Straße und Schiene.

Für den deutschen Innenminister Thomas de Maziere ist die vorübergehende Aussetzung des Schengener Abkommens allerdings keine Lösung: “Nein, das ist nicht die Lösung des Problems, aber es ist ein Beitrag dazu, dass wir die Zahlen reduzieren wollen, dass wieder etwas mehr Ordnung an der Grenze einkehrt und ein Zeichen dafür dass Deutschland europäische Solidarität braucht”, sagte de Maziere in einem Interview mit dem ZDF.

Auch Österreich führte Grenzkontrollen ein. “Deutschland hat ein Signal gesetzt. Wenn Deutschland Grenzkontrollen einführt, muss auch Österreich das tun”, sagte Österreichs Vizekanzler Reinhold Mitterlehner am Montag.

Österreich setzt unterdessen auf die Hilfe des Bundesheeres, um der Masse an Migranten Herr zu werden. 2.200 Mann sollen vor allem humanitäre Hilfe im Inneren leisten. Eine erste Einheit baute am Salzburger Hauptbahnhof eine Feldküche auf.

In Deutschland wurden in den ersten Stunden nach Wiedereinführung der Grenzkontrollen rund 40 Schleuser festgenommen und rund 100 illegal Einreisende aufgegriffen.

Seit Ende August sind 63.000 Migranten in München eingetroffen. Vizekanzler Sigmar Gabriel schrieb an die SPD-Mitglieder, vieles deute daraufhin, dass man in diesem Jahr nicht 800.000 Flüchtende aufnehme, wie es das Bundesinnenministerium prognostiziert habe, sondern eine Million.