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Verzögerungen durch Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland

Für Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland ist jetzt oft schon in Salzburg Schluss, direkt vor der Grenze. Auf dem Hauptbahnhof hielten sich am

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Verzögerungen durch Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland

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Für Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland ist jetzt oft schon in Salzburg Schluss, direkt vor der Grenze.

Auf dem Hauptbahnhof hielten sich am Abend noch einige hundert Menschen auf, die nicht mehr weiterkamen.

Sie wurden für die Nacht in der Tiefgarage des Bahnhofs untergebracht, so wie schon rund tausend Menschen in der Nacht zuvor.

Inzwischen stehen auch noch hunderte Feldbetten in einer Lagerhalle bereit; eine Moschee nimmt ebenfalls Flüchtlinge auf.

Asyl in Österreich beantragten hier im Tagesverlauf gut dreißig der Salzburger Flüchtlinge.

Im Burgenland kamen am Montag erneut mehr als siebzehntausend Flüchtlinge an.

Nur gut dreitausend konnten aber von Nickelsdorf weiterbefördert werden; Tausende schlafen auch hier nun erneut in Hallen und Zelten.

Auf den Autobahnen von Österreich nach Deutschland kommt es wegen der Grenzkontrollen jetzt zu Staus und langen Wartezeiten.

Abseits der Autobahnen wird stichprobenartig kontrolliert.

In die Züge nach Bayern lässt die Polizei in Salzburg nur noch Gruppen von rund fünfzig Menschen.

So sollen Wartezeiten an der Grenze wegen der Kontrollen in den Zügen verringert werden.

Außerdem hatte es gestern in Salzburg mehrmals einen spontanen Ansturm von Flüchtlingen auf Züge nach Deutschland gegeben; die Polizei musste die Menschenmassen zurückdrängen.

Die ÖBB stellten deswegen den Zugverkehr über die Grenze für einige Stunden wieder ein.

Nach wie vor fahren Züge nur selten und unregelmäßig; dazu trägt auch immer wieder bei, dass Menschen auf den Gleisen unterwegs sind.

Auf deutscher Seite hat inzwischen der Ansturm in München etwas nachgelassen viele Flüchtlinge kommen aber auch weiterhin in Passau an.

Der Bayerische Rundfunk berichtet, ein Zug eigens für Flüchtlinge von München nach Berlin sei gestern gar nicht gebraucht worden.

Er hätte um 10.21 Uhr fahren sollen; es seien aber keine Flüchtlinge da gewesen, die weitergeleitet werden mussten.

Eine große Stunde schlägt jetzt in Bayern auch für ein Projekt in Augsburg, das “Grandhotel Cosmopolis”.

Kunstschaffende haben hier in den letzten Jahren ein leerstehendes Altersheim zu einer besonderen Unterkunft für Asylbewerber umgebaut – nach ihren Angaben ein “gesellschaftliches Gesamtkunstwerk”.

Die Unterbringung von Asylbewerbern soll hier einhergehen mit kultureller Vielfalt und mit einem Angebot zur Teilhabe – “Gäste mit Asyl”.