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Ungarn schließt an serbischer Grenze letztes Schlupfloch

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Von Euronews
Ungarn schließt an serbischer Grenze letztes Schlupfloch

<p>Ungarns Grenze nach Serbien ist nun dicht: Auch das letzte Schlupfloch an der Bahnstrecke bei dem Ort Röszke ist geschlossen.</p> <p>Zuvor waren an dieser Stelle noch einmal viele Flüchtlinge ins Land gekommen.</p> <p>Am Sonntag hatten die Behörden eine Zahl von 5800 Menschen genannt, gestern dann waren es schon bis mittags fast genauso viele.</p> <p>Für den ganzen Montag würden es wohl fast zehntausend werden, ein neuer Höchstwert, sagt der Regierungssprecher.</p> <p>Ungarns Haltung sei es, so Zoltán Kovács weiter, man müsse Europas Fähigkeit wiederherstellen, seine Grenzen zu schützen.</p> <p>Anfang Oktober soll auch der hohe Grenzzaun zu Serbien fertig sein; bisher gibt es noch Abschnitte, wo lediglich Rollen von Rasierklingendraht aufeinandergetürmt sind.</p> <iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/oxae20AtKeY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> <p>Seit heute <a href="http://www.kormany.hu/en/the-prime-minister/news/we-do-not-want-a-global-mass-migration-to-change-our-country">gelten in Ungarn nun schärfere Gesetze</a>: Die Flüchtlinge müssen Aufnahmelager an der Grenze ansteuern.</p> <p>Jeder andere Grenzübertritt gilt jetzt als Straftat; dafür drohen Haftstrafen oder sofortige Abschiebung.</p> <p>Außerdem kündigte Ungarns Regierung an, die Flüchtlinge, die aus Serbien kämen, müssten dort bereits Asyl beantragen.</p> <p>Wer das nicht getan habe, werde sofort zurückgeschickt, da man Serbien als sicheres Land betrachte.</p> <p>Was aber mit denen geschieht, die in Serbien Asyl beantragen und dann nach Ungarn und weiter wollen, ist bisher unklar.</p> <p>Nur noch mehrere hundert Flüchtlinge begehrten in der Nacht an der serbisch-ungarischen Grenze friedlich Einlass. </p> <p>Sie wurden an einen regulären Grenzübergang bei Röszke verwiesen und dort in kleinen Gruppen zu den Grenzbeamten vorgelassen, berichten ungarische Medien. </p> <p>Ungarn brachte zuvor noch systematisch Flüchtlinge an die Grenze nach Österreich. </p> <p>Das räumten Regierungsvertreter ein. Demnach wurden alle Flüchtlinge, die bis Mitternacht in Ungarn eintrafen, per Zug zum Grenzort Hegyeshalom gebracht.</p>