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Ausharrende Flüchtlinge auf Lesbos: "Ob ich sterben werde, ist mir egal"


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Ausharrende Flüchtlinge auf Lesbos: "Ob ich sterben werde, ist mir egal"

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Eine unbekannte Zahl von Flüchtlingen harrt auf der griechischen Insel Lesbos in einem provisorischen Aufnahmezentrum in der Nähe des Hafens aus.

Die Menschen warten auf eine Fährpassage zum griechischen Festland, um dann weiter in Richtung Westeuropa zu fliehen.

Berichte über Grenzschließungen schrecken die meisten nicht ab.

Eine schwangere Syrerin zeigt sich entschlossen:

“Wenn die offiziellen Grenzen schließen nehme ich eben versteckte Wege. Wir sind verzweifelt und kämpfen um eine bessere Zukunft für meine Tochter und das Baby, das ich erwarte. Wir haben Syrien verlassen, um meinen Kindern ein besseres Leben zu bieten. Ob ich über Berge steigen muss oder sterben werde, ist mir egal.”

Ein 31-jähriger Flüchtling aus der syrischen Stadt Homs sagte:

“Ungarn ist dicht, das weiß ich. Sie schicken die Menschen nach Serbien. Dann müssen wir andere Wege nehmen. Was sollen wir sonst machen, wir haben keine Wahl. Wo wir bleiben werden? Wir machen weiter – aber nicht hier.”

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) sind seit Jahresbeginn 288.020 Flüchtlinge in Griechenland eingetroffen.

Die Internationale Organisation für Migration registrierte im selben Zeitraum 340.991 Flüchtlinge.

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