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Europäische Taxifahrer protestieren gegen Uber

Taxifahrer aus mehreren Ländern Europas haben in Brüssel gegen den Fahrdienstanbieter Uber demonstriert. Mit ihren Fahrzeugen blockierten sie weite

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Europäische Taxifahrer protestieren gegen Uber

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Taxifahrer aus mehreren Ländern Europas haben in Brüssel gegen den Fahrdienstanbieter Uber demonstriert. Mit ihren Fahrzeugen blockierten sie weite Teile des Europaviertels und vorübergehend auch die Ausfahrt zum internationalen Flughafen. “Seit Uber in der Schweiz tätig ist, gehen unsere Umsätze ständig zurück”, so Gharbi Mohammed, ein Taxifahrer aus der Schweiz. “Was Uber macht, ist Schwarzarbeit.”

Mark Mac Gann, der den Fahrdienstanbieters vertritt, bestreitet das:
“Die Taxifahrer verfügen über eine gewisse Monopolstellung, die nicht angefochten wird: Sie benutzen öffentliche Straßen, sie parken auf öffentlichen Plätzen. Es handelt sich um Rechte, die nur Taxifahrer zur Verfügung stehen. Uber hingegen ergänzt das Angebot des öffentlichen sowie des Taxiverkehrs.”

Das US-amerikanische Unternehmen hat angekündigt, in den kommenden Jahren in Europa 250.000 Stellen zu schaffen. Die französische Taxifahrerin Saibi Najia hält das für ein leeres Versprechen: “Die Regierungen glauben das. Doch Uber schafft keine neuen Arbeitsplätze. Die meisten Menschen, die bei Uber mitmachen, haben bereits einen Job und zahlen für die Dienstleistung keine Steuern. Außerdem gründet Uber keine Niederlassungen in den Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, um Steuern zu vermeiden. Uber zahlt gar nichts!”

In Kalifornien haben Tausende Fahrer des Konzerns eine Sammelklage angestrengt. Sie wollen als Angestellte anerkannt werden.