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Heftige Zusammenstöße zwischen ungarischer Polizei und Flüchtlingen nahe Röszke

Nahe der Transitzone beim ungarischen Grenzort Röszke ist es Mittwochnachmittag zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei auf ungarischer Seite

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Heftige Zusammenstöße zwischen ungarischer Polizei und Flüchtlingen nahe Röszke

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Nahe der Transitzone beim ungarischen Grenzort Röszke ist es Mittwochnachmittag zu heftigen Zusammenstößen zwischen der Polizei auf ungarischer Seite und Flüchtlingen auf serbischer Seite gekommen. Am Montagabend hatte Ungarn das letzte Schlupfloch in seinem Zaun geschlossen, durch das zuvor zehntausende Flüchtlinge nach Westeuropa weitergereist sind.

Vermutlich aus Wut und Verzweiflung über diese Situation, warfen Flüchtlinge mit Steinen sowie anderen Gegenständen auf die Polizisten.
Mehrere Dutzend Flüchtlinge durchbrachen die Sperre am geschlossenen Grenzübergang an der alten Landstraße.

Um die Flüchtlinge zurückzudrängen, setzte Ungarn mehrere hundert Sicherheitskräfte ein. Diese gingen mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Menschen vor.
Selbst spezielle Anti-Terroreinheiten waren vor Ort.

Der ungarische Außenminister forderte Serbien am Nachmittag dazu auf, in die Situation einzugreifen. Schließlich kämen die Attacken von serbischer Seite.
Ungarn stufte den Nachbarstaat als ein sicheres Drittland ein.

Mit dem Einsatz von Helikoptern hatte die Polizei ihr Aufgebot zusätzlich verstärkt. Diese ließ sie über den Ort des Geschehens kreisen.

Laut der Nachrichtenagentur AFP seien am Nachmittag rund 500 Migranten an der Grenze gewesen.
Mindestens 20 ungarische Polizisten sowie zwei Kinder sollen bei den Unruhen verletzt worden sein.