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Nicht nur Gräber auf dem Hügel: Neue Erkenntnisse über das alte Rom

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Nicht nur Gräber auf dem Hügel: Neue Erkenntnisse über das alte Rom

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Rom wurde bekanntlich nicht an einem Tag erbaut – und war in seinen frühen Tagen offenbar viel größer, als bisher angenommen wurde. Das haben jüngste

Rom wurde bekanntlich nicht an einem Tag erbaut – und war in seinen frühen Tagen offenbar viel größer, als bisher angenommen wurde. Das haben jüngste Ausgrabungsarbeiten in der Ewigen Stadt ergeben.

Bei den Ausgrabungen auf dem Quirinal, einem der sieben Hügel Roms, wo heute der Palast des Staatspräsidenten und das Verfassungsgericht stehen, sind Archäologen auf eine stattliche und äußerst gut erhaltene Residenz gestoßen, die aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert stammt. Holzbalken sind vorhanden, sowie mit Lehm bedeckte Wände und Ziegeldachreste. Spuren, die darauf hinweisen, dass es sich bei dem Bewohner um eine wichtige Person handelte.

Francesco Prosperetti, Archäologe: “Es ist eine wichtige Ansiedlung, das können wir aus der Qualität des verwendeten Baumaterials schließen. Das Gebäude stammt aus dem 6. Jahrhundert vor Christus, einer frühen Epoche Roms, von der es wenig Spuren gibt.”

Die Forscher sprechen von einem der bedeutendsten Funde seit Jahren, der auf die Anfänge der Stadt zurückgehe. Bedeutend seien auch die erstaunlich gut erhaltene Substanz und der Ort, an dem sich die Residenz befindet.

Bislang war man davon ausgegangen, dass es auf dem Quirinal Hügel zu Beginn der römischen Geschichte lediglich Grabstätten gab. Der aktuelle Fund ist womöglich 100 Jahre älter als ein 2013 entdeckter Tempel aus dem fünften vorchristlichen Jahrhundert in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Über den Bewohner der Residenz wird spekuliert. Es könnte sich um den sabinischen König Servio Tullio handeln, der von 578 bis 539 gelebt haben soll.
Fazit der Forscher: Das frühe Rom beschränkte sich nicht nur auf das Forum. Die Stadt am Tiber hat noch nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben.