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Das große "ja, aber" - Federal Reserve schiebt Zinswende auf

Die Verschiebung der Zinswende in den USA bereitet vielen Aktienanlegern Kopfschmerzen . Die Entscheidung der Notenbank Federal Reserve schüre Sorgen

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Das große "ja, aber" - Federal Reserve schiebt Zinswende auf

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Die Verschiebung der Zinswende in den USA bereitet vielen Aktienanlegern Kopfschmerzen .

Meinung

Sie scheint der Weltwirtschaft mehr Aufmerksamkeit zu widmen als dem, wofür sie eigentlich zuständig ist.- Preisstabilität und Vollbeschäftigung in den USA

Die Entscheidung der Notenbank Federal Reserve schüre Sorgen um den Zustand der Konjunktur, sagte John Plassard vom Vermögensverwalter Mirabaud Securities in Genf. Zudem laste nun weiter die Unsicherheit auf den Märkten, wann die Fed denn endlich aktiv werde.

“Ja, sagte Fed-Chefin Janet Yellen, die Wirtschaft habe sich ausreichend von der Rezession erholt und wieder ja – der heimische Konsum scheine ausreichend robust. Aber: “vor dem Hintergrund der gestiegenen Unsicherheiten im Ausland und einer leicht aufgeweichten Inflation hielt es der Ausschuss für angemessen, weitere Fakten abzuwarten”.

Dax und EuroStoxx50 gaben jeweils rund 1,8 Prozent nach. Nach unten ging es auch für den Dollar, weil die Aussicht auf vorerst anhaltende niedrige Zinsen Investitionen im US-Währungsraum weniger attraktiv macht.

Vielleicht ein Zeichen für eine globaler aufgestellte Fed-Politik, meint eine Vermögensverwalterin in Paris. Andreea Condurache, Montsegur Finance:

“Was war wichtig an der Pressekonferenz von Frau Yellen? Die internationale Ausrichtung ihrer Rede. Sie scheint der Weltwirtschaft mehr Aufmerksamkeit zu widmen als dem, wofür sie eigentlich zuständig ist.- Preisstabilität und Vollbeschäftigung in den USA. Die Leute im Offenmarktausschuss scheinen in der Geldpolitik mehr und mehr danach zu enscheiden, was international passiert.”

Aus Rücksicht auf den schwächelnden Wirtschaftsriesen China und die unsicheren Aussichten für die globale Wirtschaft hatten die Währungshüter auf die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren verzichtet.

Selbst ob die Zinswende nun, wie von vielen Experten erwartet, im Dezember kommt, ließ Yellen offen: Auch der Oktober bleibe eine Möglichkeit.”

Die Unberechenbarkeit der Fed sorgt für hohe Nervosität”, stöhnten die Analysten der Metzler Bank.

su mit Reuters