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Lieber nicht per Boot: Flüchtlinge warten an türkisch-griechischer Grenze auf Einlass

Nicht alle Flüchtlinge und Migranten versuchen, über das Meer nach Europa zu gelangen: In der Türkei hat sich beim Grenzübergangen zu Griechenland

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Lieber nicht per Boot: Flüchtlinge warten an türkisch-griechischer Grenze auf Einlass

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Nicht alle Flüchtlinge und Migranten versuchen, über das Meer nach Europa zu gelangen: In der Türkei hat sich beim Grenzübergangen zu Griechenland nahe Edirne ein Lager gebildet.

Etwa 1000 Männer, Frauen und Kinder, zu Fuß nach Griechenland zu gelangen, doch die Einreise wird ihnen verwehrt. Sie hatten sich Anfang der Woche in Istanbul auf den Weg gemacht und waren dann steckengeblieben. Jetzt werden sie in ihrem Camp von den türkischen Behörden mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgt.

“Wir sind wegen der Situation geflohen”, so ein junger Mann aus Syrien, der nach Schweden will. “Wir haben es versucht, aber wollten schließlich nicht über das Meer, nachdem es dort all die Bootsunglücke und Probleme gab.”

Ein weiterer erzählte: “Ich denke ich gehe nach Deutschland. Ich möchte den Europäern etwas über die Zustände in Syrien sagen. Zweitens möchte ich mein Studium fortsetzen, dass ich in Syrien aufgeben musste.”

Die türkische Regierung signalisierte hier Hilfsbereitschaft. Zum notdürftigen Freitagsgebet auf der Straße kam auch der Gouverneur von Edirne.

Die Behörden erlaubten den Flüchtlingen und Migranten, gegen die griechische Einreiseverweigerung zu protestieren – forderten sie aber auf, ihr temporäres Camp wieder zu verlassen und nach Istanbul zurückzukehren, falls sie damit keine Erfolg haben. Wenn Griechenland sie nicht einlasse, könne die Türkei auch nichts machen, hieß es. Die Menschen im Camp aber sagen, sie seien nicht aufgebrochen, um wieder umzukehren.

Euronews-Reporter Bora Bayraktar: “Diese Flüchtlinge und Migranten wollen weiter versuchen, zu Fuß nach Griechenland zu gelangen. Und je länger das Warten, desto stärker die Spannungen. Bisher haben die Behörden es nicht geschafft, sie von ihrem Vorhaben abzubringen.”