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Trump lässt Obama einen Moslem sein

Für seine rassistischen und frauenfeindlichen Ausfälle ist Donald Trump ja schon bekannt. Dass er scheinbar auch nicht gut hören kann, ist dagegen

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Trump lässt Obama einen Moslem sein

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Für seine rassistischen und frauenfeindlichen Ausfälle ist Donald Trump ja schon bekannt. Dass er scheinbar auch nicht gut hören kann, ist dagegen neu. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat New Hampshire liess der republikanische Präsidentschaftsbewerber die Behauptung eines Fragestellers unwidersprochen, Amtsinhaber Barak Obama sei ein Moslem. Angeblich hatte er das Wort “Moslem” nicht gehört.

Ein Sprecher des Weißen Hauses sprach von einer zynischen Strategie, die Konsequenzen haben könnte. Konsequenzen hinsichtlich der Fähigkeit, das Land zu regieren, und folgenreich möglicherweise auch an der Wahlurne, weil die Wähler sehr genau auf so ein Verhalten achten würden.

Auch die demokratische Bewerberin Hillary Clinton kritisierte Trumps angebliche Hörschwäche scharf. Er solle den Unfug lassen, schrieb sie auf Twitter.

“Er wußte oder sollte gewußt haben, dass das, was der Fragesteller dort geäußert hat, falsch war. Und er hätte diesen Äußerungen von Anfang an entgegentreten sollen, diesem Ausmaß von Hass in der Frage aus dem Publikum, vor dem er auftrat.”

Einige Tage zuvor hatte es in Kalifornien bereits Proteste gegen “The Donald”. Einer Umfrage zufolge halten jedoch tatsächlich fast ein Drittel der Befragten Obama für einen Moslem. In Wahrheit ist der US-Präsident allerdings protestantischer Christ.