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Apple räumt großen Hacker-Angriff auf App-Store ein

Hunderte Millionen Nutzer könnten betroffen sein: Eine Schadsoftware wurde in Apps des chinesischen App-Stores aufgespürt - offenbar der erste Angriff diesen Ausmaßes.

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Apples Software-Onlineshop App-Store ist erstmals Opfer eines größeren Hacker-Angriffs geworden. Der iPhone- und iPad-Hersteller räumte den Vorfall ein, nachdem Cybersicherheitsfirmen erklärt hatten, dass in Hunderten Apps eine Schadsoftware gefunden worden sei.

Betroffen sollen vor allem in China genutzte Anwendungen sein, darunter die Messaging-App WeChat und die Taxi-App Didi Kuaidi. Beide Apps haben mehrere Hundert Millionen Nutzer. Die infizierten Anwenungen würden nun aus dem App-Store entfernt, sagte eine Apple-Sprecherin.

Die Hacker sollen ein Programm des Konzerns zur Herstellung von Apps, Xcode, imitiert haben, um deren Entwickler – vor allem in China – zu täuschen und ihre schadhafte Software heimlich in die Anwendungen einzubauen. Die imitierte Version tauften die Hacker XcodeGhost. Weil diese offenbar schneller runterzuladen war, ignorierten einige Entwickler Gefahrenmeldungen und nutzten die Schadsoftware statt der Originalen.

Am Donnerstag wird der chinesische Präsident Xi Jinping zum Staatsbesuch in Washington erwartet. Das Thema Cyber-Sicherheit wird nach Angaben des Weißen Hauses ein Schwerpunkt der Gespräche sein.

Die Beziehungen beider Länder waren zuletzt belastet gewesen weil die USA China vorwerfen, Hacker-Angriffe auf US-Firmen zu unterstützen. Peking nannte die Anschuldigungen unbegründet.