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Papstreise: Katholiken in den USA hoffen auf "Franziskus-Effekt"

Nicht nur die Souvenirhändler in den USA sind im Papstfieber. Fast 80 Millionen Katholiken gibt es in den Vereinigten Staaten. Gespräche im Weißen

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Papstreise: Katholiken in den USA hoffen auf "Franziskus-Effekt"

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Nicht nur die Souvenirhändler in den USA sind im Papstfieber. Fast 80 Millionen Katholiken gibt es in den Vereinigten Staaten. Gespräche im Weißen Haus mit Präsident Barack Obama, eine Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, eine Messe im Madison Square Garden: Papst Franziskus’ USA-Reise besitzt religiöse und politische Relevanz.

Der Erzbischof von Washington, Kardinal Donald W. Wuerl, hofft auf den “Franziskus-Effekt”. Er meint, ein verändertes Glaubensverhalten junger Menschen ausgemacht zu haben.

“Wir haben viele junge Erwachsene, die ihre Glaubenserfahrungen aktiv mit anderen teilen wollen”, sagt er. “Das stellt sich mittlerweile derart dar, dass sie auf die Straße gehen und andere junge Leute zum Gebet einladen, um den Platz, den Gott in ihrem Leben hat, zu überdenken. Das ist etwas völlig Neues”, so der Erzbischof.

Gregory Smith vom Pew-Meinungsforschungsinstitut beschreibt die Bedeutung von Religion in den USA anders: “Die Vereinigten Staaten sind ein sehr religiöses Land, sie sind eine Nation von Gläubigen: Eine Nation von Menschen, die von sich sagen, dass Religion in ihrem Leben sehr wichtig sei”, meint Smith. “Andererseits vollziehen sich in den Vereinigten Staaten in Sachen Religion rasche und sehr einschneidende Änderungen. Die vielleicht bedeutsamste ist der steigende Anteil der Amerikaner, die uns sagen, sie hätten keine Religion.”

Ob die Amerikareise des Papstes daran etwas ändert? euronews-Korrespondent Stefan Grobe berichtet: “Es ist zu früh, um sagen zu können, ob der Papstbesuch einen erkennbaren ‘Franziskus-Effekt’ auf den religiösen Alltag der Amerikaner haben wird – wie etwa mehr Kirchgänger oder mehr ehrenamtliches Engagement. Doch eines ist sicher: Papst Franziskus ist zu einer der beliebtesten und anerkanntesten Persönlichkeiten Amerikas geworden.”