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Russland und Iran fest an Assads Seite

Seit mehr als vier Jahren tobt der syrische Bürgerkrieg und treibt als eine Konsequenz immer mehr Flüchtlinge in die Ferne. Zu Russlands verstärkten

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Russland und Iran fest an Assads Seite

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Seit mehr als vier Jahren tobt der syrische Bürgerkrieg und treibt als eine Konsequenz immer mehr Flüchtlinge in die Ferne. Zu Russlands verstärkten Bemühungen in dem schwer geplagten Land gibt es laut Präsident Wladimir Putin keine Alternative:

“Primär bringen sich die Flüchtlinge vor den Extremisten in Sicherheit. Wenn Russland Syrien nicht unterstützt hätte, wäre die Lage im Land schlimmer als in Libyen, und der Flüchtlingsstrom wäre noch größer”, sagt Putin.

Russland liefert Waffen an die syrische Armee, die Vereinigten Staaten und andere westliche Länder unterstützen die Rebellen, also die Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, militärisch.

Medien berichten, Moskau habe Truppen nach Syrien entsendet, der Kreml gibt keinen Kommentar ab. Die Amerikaner wollen auf Satellitenaufnahmen Beweise entdeckt haben, dass Russland seine militärische Infrastruktur in Syrien ausbaut. Sicher ist nur, dass die russische Marine in Tartus an der syrischen Mittelmeerküste seit langem einen Stützpunkt unterhält.

In einer Sache ist man sich einig: Russland und der Westen haben der Miliz Islamischer Staat den Kampf angesagt.

Putin hält zu Assad – und weiß, dass er damit gegenüber seinen Rivalen strategisch auch einen Trumpf in der Hand hält. Mit dem Iran hat der syrische Präsident einen weiteren einflussreichen Verbündeten.

Politische Bemühungen müssten an erster Stelle stehen, um den Syrien-Konflikt zu lösen, betonen Teheran und Moskau, das militärische Vorgehen der internationalen Koalition gegen die IS-Miliz unter Leitung der Amerikaner sei hingegen unwirksam. “Baschar al-Assad wird als legitimer Präsident Syriens Teil jeder Initiative zur Lösung des syrischen Problems sein”, sagt Irans Vize-Außenminister Hossein Amir Abdollahian.

US-Außenminister John Kerry und weitere westliche Politiker sehen das anders. Für sie ist Assad Teil des Problems und nicht der Lösung: “Wenn sie dort sind, um die IS-Miliz zu bekämpfen, was möglich ist, dann werden wir in New York darüber sprechen. Aber wenn sie da sind, um Assad zu unterstützen und ihm weiterhin das Gefühl geben, er müsse nicht verhandeln, dann ist das ein Problem”, meint Kerry.

Unterdessen wird in Syrien weitergekämpft. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als vier Millionen Menschen aufgrund des Konflikts auf der Flucht.