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Börse - VW-Virus infiziert BMW und die Branche


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Börse - VW-Virus infiziert BMW und die Branche

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Die Furcht vor einer Ausweitung der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei VW hat vielen Börsenanlegern die Kauflaune verdorben. Von den Manipulationen bei Abgasmessungen an Dieselfahrzeugen bei Volkswagen seien auch Autos in Europa betroffen, sagte der deutsche Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). BMW verlor fast zehn Prozent, auch Daimler, Fiat-Chrysler, Renault und der Autozulieferer Continental gerieten in den Sog.

Für lange Gesichter hatte ein Medienbericht (“Auto-Bild”) gesorgt, wonach auch beim BMW X3 die Grenzwerte für Diesel-Abgase überschritten wurden. “Es wäre komisch, bei geschönten Werten nur an VW zu denken. Da werden sicher nicht alle anderen als Heilige in den Himmel kommen”, erklärte Robert Halver von der Baader Bank, Frankfurt.

Oliver Roth, Oddo Seydler Bank, Frankfurt:

“Also ich glaube, dass die ganz große Hysterie und Panik bei VW jetzt erst mal raus ist. VW wird Rückstellungen bilden, Dividenden werden möglicherweise kassiert oder zumindest reduziert. Auch Gewinne werden weniger anfallen – das zweifelsohne. Aber ich denke, dass das Ganze momentan sehr sehr panikartig gesehen wird. Die Beträge, die VW letztendlich bezahlen wird, werden vom Volkswagen-Konzern zu stemmen sein.”

Viele Börsianer rechnen mit weiterhin großen Kursausschlägen und halten VW für angezählt. Am Freitag will der Aufsichtsrat von VW über die Lage beraten.

Der Dax verlor knapp zwei Prozent, der Euro STOXX 50 2,5 Prozent. Und Volkswagen? Gewann ein gutes halbes (0,58) Prozent, nach knapp einem Drittel Wertverlust seit Freitag, als die VW-Welt noch in Ordnung schien.

su mit dpa, Reuters

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