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Deutliche Worte von Papst Franziskus in Washington

Papst Franziskus hat bei seiner ersten großen Messfeier auf dem Boden der USA den Franziskanerpater Junípero Serra (1713-1784) heiliggesprochen. Der

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Deutliche Worte von Papst Franziskus in Washington

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Papst Franziskus hat bei seiner ersten großen Messfeier auf dem Boden der USA den Franziskanerpater Junípero Serra (1713-1784) heiliggesprochen. Der aus Mallorca stammende Serra ist der Missionar Kaliforniens. Vor 25.000 Gläubigen im “National Shrine” in Washington forderte Franziskus in seiner Predigt, die Kirche dürfe nicht “zu einer Elite gerinnen, indem sie an den eigenen Sicherheiten klebe”.

Zuvor war Franziskus vor dem Weißen Haus von Präsident Obama offiziell begrüßt worden. In seiner Ansprache nahm der Papst Stellung zu innenpolitisch umstrittenen Themen wie Einwanderung oder Einkommensverteilung. Franziskus lobte Obama für dessen Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel.

“Es erscheint mir offensichtlich, dass wir die Dringlichkeit des Klimawandels akzeptieren müssen. Das ist ein Problem, das wir nicht länger der kommenden Generation überlassen dürfen”, sagte Franziskus.

Obama dankte Franziskus für dessen “unbezahlbare Unterstützung” beim diplomatischen Neuanfang mit Kuba.

“Der Besuch des Papstes ist den hässlichen politischen Gräben Washingtons nicht entkommen. Die Demokraten glauben, der Papst stehe bei heißen Eisen wie dem Iran, Kuba, Wirtschaft und dem Klimawandel auf ihrer Seite. Das hat die Republikaner verärgert. Ein perfekter Hintergrund für die Ansprache des Papstes im Kongress an diesem Donnerstag”, meint der Washington-Korrespondent von euronews, Dr. Stefan Grobe.