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Satelliten überwachen die Weltmeere

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Satelliten überwachen die Weltmeere

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Die italienische Küstenwache bekommt jeden Tag Anrufe von Migranten im Mittelmeer. Das Ganze wäre ohne Satelliten nicht möglich. Wie es funktioniert, erfahren Sie in Space.

Wir stechen in Fiumicino, in der Nähe von Rom, in See. Die Besatzung hat ein Fischerboot geortet, dank des Signals, dass es an den Satelliten geschickt hat. Jetzt überprüfen sie, ob alles in Ordnung ist.

Meinung

Meistens setzen die Flüchtlinge mit einem Satellitentelefon Notrufe ab, sobald sie 10, 20 oder 30 Meilen von der libyschen Küste entfernt sind

Diese Kontrollen sind nur eine der vielen Aufgaben der italienischen Küstenwache. In ihrem Kontrollraum in Rom haben sie seit mehreren Monaten besonders viel zu tun, denn immer mehr Migranten wagen die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Wenn ein Notruf eingeht, kommt es auf jede Minute an. Die Küstenwache muss wissen, wo genau sich die in Seenot geratenen Boote befinden. Sie verlassen sich dabei auf die Informationen der Satelliten.

Mehrere Satelliten sorgen für Sicherheit auf den Meeren. Die europäischen Sentinel-Satelliten sind mit Radar- und optischen Instrumenten ausgestattet. Während die kanadischen ExactEarth Satelliten die Signale der automatischen Identifikationssysteme der Schiffe empfangen.

In Lissabon in der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs, EMSA, werden alle Informationen der verschiedenen Satelliten gesammelt und bearbeitet. Die EMSA-Mitarbeiter überwachen die Schiffe, die sich in europäischen Gewässern befinden. Und sie nutzen die Satelliten auch, um z.B. Ölteppiche zu orten.

Die Küstenwache verlässt sich unterdessen auf die Satelliten bei ihrer wichtigten Aufgabe: Der Rettung von Menschenleben.