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Spannung vor Katalonienwahl: "Die Unabhängigkeit ist ein Werkzeug"

Drei Tage vor der vorgezogenen Regionalwahl in Katalonien liegen die Befürworter einer Unabhängigkeit von Spanien in Front. Alle Umfragen sprechen

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Spannung vor Katalonienwahl: "Die Unabhängigkeit ist ein Werkzeug"

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Drei Tage vor der vorgezogenen Regionalwahl in Katalonien liegen die Befürworter einer Unabhängigkeit von Spanien in Front.

Meinung

Wenn alles besser werden soll, müssen wir das gemeinsam machen

Alle Umfragen sprechen für eine knappe absolute Mehrheit der Separatisten im Regionalparlament von Barcelona, für die auch Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola kandidiert.

Guardiola ist “fasziniert” von einer möglichen Unabhängigkeit Kataloniens

Der katalanische Regierungschef Artur Mas will im Falle eines Sieges die Abspaltung von Spanien einleiten:

“Die Unabhängigkeit ist weder unsere Absicht noch unser Ziel. Die Unabhängigkeit oder Eigenstaatlichkeit ist vielmehr ein Werkzeug zur Lösung aller anderen Probleme.”

Die spanische Regierung hatte wiederholt betont, eine Trennung von der wirtschaftsstärksten Region unter keinen Umständen zuzulassen.

Vor knapp einem Jahr verhinderte Madrid die Abhaltung eines Referendums über die Unabhängigkeit in Katalonien.

Xavier Garcia Albiol, Kandidat der spanischen Volkspartei PP, erklärte mit Verweis auf eine symbolische Einheitsflagge:

“Diese Flagge repräsentiert uns alle. Die katalanische und die spanische Flagge mit einem Herz in der Mitte. Das ist es, was uns stolz macht.”

Für die Wahlen verbündete sich die liberale CDC-Partei (Demokratische Konvergenz) von Ministerpräsident Mas mit den Linksrepublikanern (ERC) und anderen separatistischen Gruppen.

Wähler in Barcelona sagten:

“Ich hoffe, dass “Ja” gewinnt. Das würde uns genug Macht verleihen für erste Schritte in Richtung eines gerechteren Staates und einer sozialer ausgerichteten Orientierung.”

“Katalanen und Spanier sind gleich. Wenn alles besser werden soll, müssen wir das gemeinsam machen.”

Im Fall des Wahlsieges wollen die Separatisten in eineinhalb Jahren die Abspaltung der 7,6-Millionen-Einwohner-Region erreichen.

Vergleiche zwischen den Metropolen Madrid und Barcelona haben momentan Konjunktur