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China und die USA wollen gemeinsam Klimapolitik machen

China und die USA haben ihren Anspruch bekräftigt, gemeinsam zum Vorreiter in der Klimapolitik zu werden. Nach einem Treffen im Weißen Haus sagten

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China und die USA haben ihren Anspruch bekräftigt, gemeinsam zum Vorreiter in der Klimapolitik zu werden. Nach einem Treffen im Weißen Haus sagten US-Präsident Barack Obama und Chinas Präsident Xi Jinping, beide Länder wollten auf der Klimakonferenz in Paris verbindliche Pläne vorlegen.

“Unsere beiden Staaten teilen eine gemeinsame Vision für ein weltweites Klimaabkommen, das wir auf der Konferenz in Paris erreichen wollen. Wenn die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, die beiden größten Energieverbraucher der Welt und die beiden größten CO2-Produzenten der Welt sich einig sind, dann gibt es für alle anderen Länder keinen Grund mehr, Nein zu sagen”, sagte Obama

China konkretisiert Pläne für CO2-Handel

China kündigte an, ab 2017 landesweit in den Handel mit CO2-Zertifikaten einzusteigen, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Αuch Kraftwerke und die besonders energieintensiven Industrien wie Zement und Stahl sollen mitmachen müssen. China verursacht wegen seines starken Wirtschaftswachstums fast ein Drittel des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen. Auf Platz zwei liegen die USA.

Der Handel mit Emissionen ist nicht unumstritten. Durch den massiven Preisverfall pro Tonne CO2 fehlt für Unternehmen im Moment der Druck, in CO2-arme Technologien zu investieren.

Cyberkriminalität: Obama droht mit Sanktionen

China und die USA einigten sich außerdem darauf, gemeinsam gegen Cyberkriminalität vorzugehen. Washington hatte der Regierung in Peking vorgeworfen, zu wenig gegen Wirtschaftsspionage im Internet zu unternehmen. Obama sagte, China habe bei dem Thema eine Bringschuld. Er drohte mit Wirtschaftssanktionen, sollte Peking keine Erfolge gegen Cyberkriminelle erreichen.