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Mögliche Schummel-Autos von VW auch in Belgien vorerst nicht verkauft

Auch in Belgien sollen nach dem Abgas-Skandal bei VW Autos mit den entsprechenden Motoren vorerst nicht mehr verkauft werden. Das gab der Importeur

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Mögliche Schummel-Autos von VW auch in Belgien vorerst nicht verkauft

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Auch in Belgien sollen nach dem Abgas-Skandal bei VW Autos mit den entsprechenden Motoren vorerst nicht mehr verkauft werden.

Meinung

"In Belgien fahren 500.000 Autos mit diesem Motor."

Das gab der Importeur, die Firma D’Ieteren, bekannt, der von einem Bestand von 3200 Fahrzeugen sprach.

Zuvor hatte in der Schweiz das Bundesamt für Straßen den Neuverkauf dieser Autos sogar verboten.

Der dortige Importeur AMAG hat aber möglicherweise gar keine Wagen mit diesen Motoren mehr am Lager.

Das sagte jedenfalls Andreas Burgener, Leiter des Importeursverbands “Auto Schweiz”: Die AMAG habe ihn darüber informiert.

Inzwischen nennt die Firma eine Zahl von “wenigen hundert Fahrzeugen, vielleicht fünfhundert”.

Man wisse es nicht genau, sagte AMAG- und damit VW-Schweiz-Chef Morten Hannesbo der Schweizer “Tagesschau”.

Für Belgien spricht nun Wirtschaftsminister Kris Peeters von bis zu 500.000 betroffenen Autos, die im Verkehr seien.

Die genaue Zahl sei aber unbekannt, sagt Peeters der Zeitung “Het laatste nieuws”: Man wisse nicht, wie viele dieser Wagen die fragliche Schummel-Software hätten.

Belgien gehört zu den Ländern, die besonders stark betroffen sein könnten: Weit
mehr als die Hälfte aller Autos hat dort Dieselantrieb – 3,4 von 5,6 Millionen.

Es geht in dem Abgas-Skandal um einen bestimmten Motorentyp aus den Baujahren bis 2014 – eingesetzt bei VW, aber auch bei Schwestermarken wie Audi oder Skoda.

Dieser Motor soll die Abgasnorm Euro 5 erfüllen. Neuere Antriebe gemäß der Norm Euro 6 sind nicht betroffen.

Volkswagen selbst gibt die Zahl der Autos mit diesem Motorentyp weltweit mit elf Millionen an.