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Bergbau-Konzern Glencore an der Börse nur noch ein Schatten seiner selbst

Der Kurs des Bergbau-Konzerns Glencore ist auf ein Rekordtief gefallen. Die Aktie erholte sich nur leicht (+ 8%) von dem Absturz um fast 30 Prozent

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Bergbau-Konzern Glencore an der Börse nur noch ein Schatten seiner selbst

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Der Kurs des Bergbau-Konzerns Glencore ist auf ein Rekordtief gefallen. Die Aktie erholte sich nur leicht (+ 8%) von dem Absturz um fast 30 Prozent zu Wochenbeginn. Der vorläufigen Tiefpunkt einer andauernden Talfahrt: In den letzten drei Monaten sank der Aktienwert des nach Umsatz zweitgrößten Unternehmens der Schweiz um annähernd 73 Prozent. Allein der Chef des Unternehmens Ivan Glasenberg verlor nach Medienberichten (Bloomberg) innerhalb eines Tages 445 Millionen Euro – nach dem Börsengang von Glencore im Jahr 2011 war Glasenbergs Vermögen noch auf 6,5 Milliarden Euro geschätzt worden – seitdem hat der Unternehmer auf dem Papier 81 Prozent dieser Summe verloren.

Dahinter steht der Verfall der Rohstoffpreise und die Sorge der Investoren, dass der Rohstoffkonzern von seiner Schuldenlast von knapp 133 Milliarden Euro nicht schnell genug herunterkommt. Glencore setzte 2014 knapp 197 Milliarden Euro um.

Glasenbergs “Verarmung” ist kein Einzelfall: Der deutsch-brasilianische Unternehmer Eike Batista galt im Jahr 2012 mit einem Vermögen von etwa 27 Milliarden Euro als siebtreichster Mensch der Welt. Dann verlor er durch die Insolvenz mehrerer Rohstoffkonzerne in den letzten Jahren knapp 90 Prozent seines Besitzes.

su mit Reuters