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Burkina Faso: Kämpfe bei Entwaffnung der Präsidentengarde

Eine Woche nach Ende des Staatsstreichs in Burkina Faso hat die Armee einen Großteil der Präsidentengarde entwaffnet. Putschistenführer Gilbert

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Burkina Faso: Kämpfe bei Entwaffnung der Präsidentengarde

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Eine Woche nach Ende des Staatsstreichs in Burkina Faso hat die Armee einen Großteil der Präsidentengarde entwaffnet. Putschistenführer Gilbert Diendéré erklärte, er habe seine 1.200 Mann starke Truppe dazu aufgerufen, aufzugeben, um ein Blutbad zu verhindern. Einige weigerten sich jedoch. Lokale Medien berichteten von vereinzelten Kämpfen.

Die Armee stürmte das Viertel, in dem sich die Präsidentengarde aufhielt. Putschistenführer Diendéré war bereits zuvor geflohen. Über die Medien teilte er mit, dass er sich der Justiz in seinem Land stellen wolle, seinen Aufenthaltsort gab er nicht bekannt.

Mitte September hatten die Putschisten den Interimspräsidenten Michel Kafando und andere Regierungsmitglieder festgesetzt. Sie erklärten ihren Anführer Diendéré zum Präsidenten. Dieser gilt als Verbündeter des 2014 durch Bürgerproteste gestürzten Langzeitstaatschefs Blaise Comparoré.

Die Armee nahm zudem am Dienstag den Chef der Gendarmerie fest. Er war unter Comparoré Außenminister gewesen und soll sich nach Medienberichten den Putschisten angeschlossen haben.

Bei Protesten gegen den Coup wurden mehr als 10 Menschen getötet und rund 270 verletzt. Nach einer Woche gaben die Putschisten auf. Am Mittwoch handelten Kafando und Diendéré eine Waffenruhe aus. Die Regierung nahm ihre Arbeit wieder auf. Am Samstag löste der Ministerrat die Präsidentengarde auf und begann mit der Entwaffnung.

Für den 22. November angesetzte Neuwahlen sollen den Übergang zur Demokratie in dem westafrikanischen Land festigen.