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Castro fordert Ende der US-Sanktionen, UN-Generalversammlung applaudiert

Guantanamo, TV und Radioausstrahlung, Entschädigungszahlungen und ein Ende des Handelsembargos - die Liste der Forderungen von Kubas Präsident Castro vor der UN-Vollversammlung ist lang.

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Castro fordert Ende der US-Sanktionen, UN-Generalversammlung applaudiert

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Kubas Staatschef Raúl Castro hat bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen ein Ende des US-Embargos gegen den kommunistischen Karibikstaat gefordert. Auch Obama fordert das Ende der Blockade. Die Republikaner verhinderten die Aufhebung jedoch bisher im Kongress. Castro forderte in seiner Rede zudem Entschädigungen für sein Volk durch die USA sowie die Räumung des auf Kuba gelegenen US-Militärstützpunkts Guantanamo Bay.

Meinung

Jetzt beginnt ein langer und schwieriger Prozess der Normalisierung

“Nach 56 Jahren heldenhaften und selbstlosen Widerstands durch das kubanische Volk wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA wieder aufgenommen. Jetzt beginnt ein langer und schwieriger Prozess zur Normalisierung der Verhältnisse. Dieser Prozess kann einzig mit der vollständigen Aufhebung des Handelsembargos abgeschlossen werden”, erklärte Castro in seiner ersten Ansprache jemals vor der UN-Vollversammlung. Er erhielt mehr Applaus als jeder andere Redner.

Seit der historischen Annäherung im vergangenen Dezember traten Reise- und Handelserleichterungen für Kuba in Kraft, zudem strichen die USA Kuba von ihrer Liste der Terrorstaaten.

Beim anschließenden Treffen mit Putin lobte Castro dessen Rede vor der UN-Vollversammlung. Kuba und Russland gelten seit dem Kalten Krieg als enge Verbündete.

Mit US-Präsident Obama kommt Castro im Laufe des Tages zusammen. Es wird ihre zweite offizielle Begegnung sein.